Jeder zweite Lkw fiel durch

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Werden die Lenkzeiten eingehalten? Ist die Ladung sicher? Der Lkw technisch einwandfrei? Die Polizei Recklinghausen hat sich mit dem zentralen Verkehrsdienst in den vergangenen Wochen an den EU-weiten Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs auf der Straße beteiligt.

Die Kontrollen fanden auch auf Bottroper und Gladbecker Stadtgebiet statt. Schon mal vorweg: Jeder zweite kontrollierte Lkw fiel dabei negativ auf.

Insbesondere die Vorgaben der Sozialvorschriften, des Gefahrgutrechtes, der Ladungssicherung und des technischen Zustandes der Fahrzeuge standen im Fokus der Kontrollen. Von 133 nationalen, kontrollierten Lastkraftwagen wurden 68 beanstandet. Bei zwölf internationalen Fahrzeugen wurden drei auffällig, so die Polizei. In sechs Fällen war die Ladung schlecht gesichert.

Verstoßen wurde beispielsweise gegen das Einhalten der Lenk- und Ruhezeiten - und zwar in 65 Fällen. Drei Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs. In sechs Fällen war die Sicherung der Ladung nicht in Ordnung. Vier der Laster-Fahrer waren nicht angeschnallt. 13 Lkw wiesen technische Mängel auf, und in sechs Fällen stimmten die Begleitpapiere nicht.

Neben Verstößen der Fahrer kamen aber auch Mängel, verursacht durch Halter, Verlader, Beförderer, Disponenten und andere zuständige Personen, ans Licht. Ins sechs Fällen untersagten die Beamten sogar die Weiterfahrt. Erst nach Reparatur vor Ort, Umladung, Nachsicherung der Ladung oder Einlegung einer Ruhezeit durften die Kraftfahrer wieder auf die Straße.

Die gravierendsten Verstöße wurden im Bereich Überladung festgestellt. Bei drei Lkw, so die Bilanz der Polizei, betrug die Überladung bzw. die Überschreitung der zulässigen Anhängelast über 50 Prozent.