Investoren erhalten mehr Zuschüsse

Foto: WP Michael Kleinrensing

Umweltfreundliches und sparsames Heizen wird günstiger, denn seit dem 1. April gibt es deutlich höhere Zuschüsse für die Nutzung erneuerbarer Energien. Die gestiegenen Sätze des Bundesamts für Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelten für neue Holzpelletheizungen, Solarthermie-Anlagen und Wärmepumpen. „Wer dieses Förderprogramm klug nutzt und mit anderen kombiniert, bekommt in manchen Fällen 30 bis 40 Prozent der Kosten für seine Heizungsanlage erstattet“, sagt Doris Grzegorczyk von der Bottroper Verbraucherberatung.

Ein Beispiel

Eine Familie, die ein Eigenheim besitzt, lässt zwölf Quadratmeter Solarkollektoren anbringen, die künftig rund ein Viertel der benötigten Wärme liefern. Da für dieses Viertel kein Brennstoff mehr benötigt wird, sinken die Verbrauchskosten. Außerdem lässt sie eine nahezu CO2-neutrale Holzpelletheizung mit Pufferspeicher einbauen. Zusammen zahlt sie dafür 30 000 Euro.

Das BAFA gewährt ihr mehrere Zuschüsse in Höhe von insgesamt 6000 Euro. Aus dem Landesprogramm Progres-NRW erhält die Familie weitere 3580 Euro. Am Ende stehen 9580 Euro Förderung, also 32 Prozent der Kosten. Und den Ausbau des alten Ölkessels muss die Eigentümerin dank BAFA auch nur zu 90 Prozent bezahlen.

Das ist zu beachten

Neben dem BAFA ist bundesweit die KfW-Bank ein staatlicher Fördermittelgeber für Energiesparmaßnahmen. Dazu zählen zum Beispiel nachträgliche Wärmedämmungen, der Einbau neuer Fenster oder die Modernisierung der Heizung. Gefördert wird mit Zuschüssen oder günstigen Krediten. Darüber hinaus gibt es Landesförderprogramme wie Progres NRW oder Angebote der NRW-Bank. Eine aktuelle Übersicht gibt es unter www.vz-nrw.de/foerderprogramme. Immer geklärt werden sollte auch, ob sich mehrere Programme kombinieren lassen.

Alle Förderungen sind an strenge Bedingungen geknüpft. Wer nur eine einzige davon nicht erfüllt, kann leer ausgehen. Welche Bedingungen im Einzelfall gelten, ist genau zu prüfen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale kennen die Regelwerke und können dabei helfen.

Anträge für die BAFA-Zuschüsse für das Heizen mit erneuerbaren Energien werden im Nachhinein gestellt, bis zu neun Monate nach Inbetriebnahme einer Anlage. Die KfW-Förderungen hingegen müssen unbedingt vor Maßnahmenbeginn beantragt werden. Auch hier gilt also: Genau hinsehen und nachfragen, um keine unnötigen Risiken einzugehen.

Eine Beratung in der Beratungsstelle kann unter 02041-567 16 01 vereinbart werden.