Innovation City - die Ungeduld der Bürger wächst
04.11.2011 | 17:49 Uhr 2011-11-04T17:49:00+0100
Bottrop. Ein Streifzug durch das Projektgebiet zeigt, dass auch nach ein Jahr noch viel Aufklärung- und Überzeugungsarbeit nötig ist. Es gibt immer noch viele Bottroper, denen Innovation City nichts sagt, andere sind genervt, „weil nichts passiert“.
„Zeit, dass sich die Kräne drehen.“ So hatte es Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City GmbH bei der Eröffnung des Beratungszentrums ausgedrückt. Und so sehen es auch die Bottroper, die im Projektgebiet wohnen. Zumindest, wenn sie überhaupt wissen, was sich hinter dem Namen Innovation City verbirgt. Beim Streifzug durch das Gebiet, von der Boy, über die Welheimer Mark, Ebel und die Innenstadt trifft man immer wieder Bürger, die mit dem Begriff nichts anfangen können.
Schritt für Schritt
Wie Sabine Bassalig. Dabei fällt sie eigentlich genau in die Innovation-City-Zielgruppe. Ein Häuschen in der Welheimer Mark, und Schritt für Schritt wird es jetzt saniert. „Fenster und Türen haben wir schon ausgetauscht“, berichtet die 47-Jährige. „Doch bisher waren wir auf uns allein gestellt.“ Innovation City oder gar das Beratungszentrum – unbekannt. Viel Arbeit also für die Innovation-City-Mannschaft, schließlich hat man sich auf die Fahnen geschrieben, alle Menschen zu erreichen. Und grundsätzliches Interesse sei da, sagt Sabine Bassalig. „Denn über kurz oder lang wollen wir auch die Fassade sanieren.“ Sie wünscht sich mehr Informationen und direkte Ansprache.
Wesentlich zurückhaltender ist Dirk Kleer. Auch für ihn ist Innovation City Neuland. Außerdem: An seinem denkmalgeschützten Zechenhaus dürfe er nicht viel machen. Eine Fassadensanierung? Nicht erlaubt. An öffentliche Gelder und Zuschüsse glaubt er nicht. Darauf sei er einmal reingefallen. Bei der Sanierung seiner Fenster. „Wegen des Denkmalschutzes mussten wir Kreuzfenster einbauen, da hatte man uns im Vorfeld auch zugesagt, dass wir unterstützt werden.“
Sichtbares Zeichen fehlt
Andere Bottroper haben zwar von dem Projekt gehört, was sich dahinter verbirgt, bleibt unklar. Klagen über Leerstände oder Lob dafür, dass sich „im Hansa-Zentrum endlich etwas tut. Es wurde ja schließlich auch Zeit“, sind häufige Reaktionen auf Nachfragen zum Thema. Innovation City also als Oberbegriff für Stadterneuerungen aller Art? Der Name legt diese Vermutung nahe. Dass das Projekt jedoch viel spezieller angelegt ist, dass es um das Einsparen von Energie geht, um eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 50 Prozent – so kommt es nicht überall an.
Aber auch wer das Projekt kennt, bleibt oft kritisch: „Es passiert ja nichts“, so die ersten Reaktionen von Horst Decke, Heike Ingendoh oder auch Uwe Otte aus Lehmkuhle. Wobei letzterer demnächst einen Beratungstermin im Zentrum für Information und Bildung (ZIB) hat. „Ich will hören, was ich machen kann“, erklärt er. Aber ob er als privater Eigenheimbesitzer profitiert? Er ist skeptisch: „Häufig greifen große Wohnungsgesellschaften solche Projekte ab, Privatleute haben nichts davon“, fürchtet Otte.
Heike Ingendoh dagegen wünscht sich ein sichtbares Projekt. „Ansonsten bekommt man nur mit, dass die Verantwortlichen sich ständig treffen und besprechen.“ Ein großes Projekt, was sozusagen den Aufbruch markiert, was sichtbar macht, dass es vorangeht, so etwas vermisse sie. „Es wurde hochgepowert, aber im Grunde genommen ist seither nichts passiert“, so ihr Eindruck. Eine Beratungsstelle allein reiche nicht aus. „Es fehlen die direkte Ansprache und sichtbare Projekte.“
Image-Gewinn
Diese „lange Anlaufzeit“ kritisieren auch Marin und Wolfgang Schweitzer. Warum sei die Anlaufstelle beispielsweise erst im September eröffnet worden? „Bis dahin war doch vieles schon wieder in Vergessenheit geraten.“
Artur Neuman dagegen sieht Innovation City als Erfolg: „Allein der Imagegewinn für Bottrop ist ein Erfolg“, sagt er. Dass ein Zehn-Jahres-Projekt nicht Schlag auf Schlag gehen könne sei doch klar.
15:19
Ich kann dieses arrogante Pack nicht mehr sehen. Nichts, aber auch garnichts passiert, während sich diese Herrschaften die Taschen füllen. Mir ist so schlecht bei dem Gedanken das sowas uns versucht zu regieren.
Ich würde sie auf eine Bahnschwelle setzen und geteert und gefedert vor die Stadtgrenze bringen. Nichts anderes haben die verdient.
03:42
Mal wieder ein totgeborenes Kind. Es werden sich einige Freunde vom Tischler bereichern, der Bürger hat nichts davon.
11:49
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10:23
Viel versprochen nichts gehalten! Entwickelt sich das Projekt Innovation City zu einer Farce ?
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09:41
„Die Mieter zahlen drauf“
Die große Innovation City Lüge !
Oberbürgermeister Bernd Tischler , sowie seine Parteifreunde aus der SPD und CDU, erklären seit dem Gewinn des viel umstrittenen Titels „Innovation City“, das insbesondere Mieter(innen) von den zu erwartenden Sanierungs - und Modernisierungsmaßnahmen profitieren werden. Zitat Tischler: „ Insbesondere wird der Geldbeutel jedes einzelnen Bürgers durchgreifend entlastet, weil seine privaten Heiz- und Stromkosten spürbar sinken.“ Diese von mir des Öfteren hier angeprangerte, fehlerhafte Äußerung wird auch auf der offiziellen Homepage der Innovationcity Ruhr ( http://www.innovationcityruhr.de/icr/innovationcity-ruhr/die-idee-die-ziele/ )offen und unverblümt kund getan.
Nun wurde in der Ausgabe der WAZ vom Dienstag, den 29.11.2011 (Rubrik Politik) meine immer wieder warnende Haltung bezüglich der falschen Informationspolitik unseres ach so kompetenten OB`s samt der hinter ihm stehenden Führungsclique aus CDU und SPD eindeutig bestätigt!
Zitat; Auszug des Artikels von WAZ Redakteur Wielfried Goebels vom 29.11.2011).:
„Die Mieter Zahlen drauf!“
Energetische Sanierung macht Wohnung für viele teuer.
Der Mieterbund NRW schlägt Alarm: Mieter können höhere Mieten als folge der Energiesanierung der Wohnung nicht mehr tragen. “Mieter zahlen für die Energiewende drauf“ , sagte Mieterbundchef Bernhard von Grünberg der WAZ.
Nach geltendem recht können Vermieter elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufgeschlagen werden. Im Schnitt steigt die Miete nach der Energiesanierung um € 2,40, pro Quadratmeter, die Energieersparnis beträgt nur 50 Cent. „Die Miete steigt real um € 1,90, pro Quadratmeter. Das schaffen viele Mieter nicht!“ so Grünberg.
........Im Ruhrgebiet mit vielen Leerständen müssen sich viele Vermieter aber überlegen, ob sie überhaupt energetisch sanieren, weil Kosten kaum umgelegt werden können. (Zit. Ende)!
Wenn sich nun Herr Oberbürgermeister Tischler (SPD) letzte Woche vor eine größeren Gruppe vertrauensgläubigen Wellheimer Bürger(innen) hinstellen muss, um ihnen die Vorzüge und die gewaltigen Ersparnisse dieser Sanierungsarbeiten zu erklären, so dürfte spätestens jetzt jedem klar sein, dass anstatt einer finanziellen Erleichterung eine ganz eindeutig und durchsichtige Erhöhung der Miete die Folge sein wird.
Infolgedessen lügt unser begnadeter Oberbürgermeister die Bürgerinnen und Bürger an. Denn – und das darf man in dieser harten Form durchaus sagen - nichts anderes ist es als eine Lüge, wenn der Sozialdemokrat Tischler die wirtschaftliche Effizienz des Projekts „Innovation City“ lobpreist. Das ist nunmehr bewiesener Nonsens!!!!
Fakt ist heute, dass die Stadt Bottrop viele wichtige Projekte nicht mehr ausführen kann, weil die Kosten für das Projekt „Innovation City“ jährlich bei mittlerweile gut 2,5 Millionen Euro liegen. Auf Grund der „Millionengräber“ wie z.B. das Gewerbegebiet Flughafen Schwarze Heide , der Städtischer Saalbau u.a. , die monatlich tausende Euros alleine an Instandhaltung, Belebung und Personalkosten verursachen, hat sich Bottrop durch das „Innovation City Projekt“ nun restlos übernommen. Jetzt kann man definitiv sagen, dass auf Grund mangelndem Wissen die Politiker von der CDU und SPD den enormen Schaden verursacht haben. Es fragt sich leider nur, ob die Bevölkerung die mangelnde Kompetenz, welche seit Jahrzehnten von den beiden sog. Volksparteien an den Tag gelegt wurden, auch in angemessener Art und Weise dieses mitbekommen haben. Sollte das nicht der Fall sein, so wird an mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei der nächsten Kommunalwahl wieder eine Partei gewählt, die sich im Sinne obiger Argumentation im Hinblick auf den finanziellen Untergang unserer Stadt schuldig gemacht hat.
Stefan Soppe
22:33
wir hatten bereits Anfang Oktober einen Beratungstermin und man versprach uns dort, dass wir Infomaterial bekämen und man uns raussuchen und helfen wollte aktuelle Förderungen ( Austausch einer Heizungsanlage) zu beantragen. Das einzige seltsame war, dass wir vom Siedlernbund wussten, dass wir zum Einzugsgebiet gehören, der PC dort sagte es auch, aber auf der aktuellen Karte dort lagen wir außerhalb????
Nun ja, das ist jetzt 6 Wochen her, man sagte uns für die Förderanträge bräuchten wir nen Energieberatung, das hat uns mittlerweile auch 165 € gekostet und wir stehen immer noch so dumm da wie vorher. wofür diese leeren Versprechen und dann passiert da gar nichts mehr???
19:32
Da bin ich als Mülheimer froh, daß wir keine "Innowäschen Siddi" geworden sind! Wobei man auch hier gerne noch ein paar Pöstchen geschaffen hätte, gut bezahlt und überflüssig. Mein Beileid ;).
08:51
Warum kümmert sich Oberbürgermeister Tischler (SPD) eigentlich nicht um die realen Probleme unserer Stadt. Zum Beispiel die abendlich sehr hohe Kriminalitätsrate, die fehlerhaft verlegten Platten des Berliner Platzes sowie dessen gravierende Verschmutzung, die allg. Vermüllung der Parkanlagen, der Vandalismus auf den Spielplätzen, der katastrophale Zustand insbesondere unserer Nebenstraßen, die unfassbar gewaltige Baulandgenehmigungswelle und radikale Zubetonierung gerade in Kirchhellen, das Leerstandsproblem von Geschäften aber auch normalen Wohnraum und insbesondere die Finanzen, welche völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Sinnlose Projekte wie der Ausbau des Flughafens „Schwarze Heide“ mit angrenzendem Gewerbegebiet ist ein Millionengrab, genauso wie die marode Stadthalle. Die Verträge mit den Investoren im Hinblick auf eine Entkernung des Hansa Zentrums sind noch immer nicht unter Dach und Fach u.v.a !
Es kein Geheimnis, dass Bottrop faktisch pleite ist.
Das allerdings weiß unser OB schon seit Jahren und profiliert sich auf Stadtkosten lieber z.B. in Japan und Belgien, wo er über das Konzept der „Innovation City“ sinniert. Was man sieht sind die durch das Projekt entstandenen Kosten, die den Schuldenberg der Stadt Bottrop weiter erhöht (jährlich ca. 2,5 Millionen Euro!!!), und die Insolvenz der „Innovation City“ logischer Weise bald zur Folge hat!
Nein, Herr Tischler und seine Spezis von der SPD und der „Partnerpartei“ der CDU kümmern sich nicht. Realpolitik ist bei diesen Damen und Herren ein Fremdwort, was gerade jetzt in Zeiten klammer Kassen als eine grobe Fahrlässigkeit anzusehen ist, die sich insbesondere Bottrop nicht leisten kann, gell.....
08:46
Die Finanzierung ist nicht gesichert; sprich: „Es gibt gar keine Finanzierung!“ Die vielen Anfragen von Interessenten an Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) bezüglich der Förderungsmöglichkeiten von Alternativenergieanlagen, konnte der ansonsten kaum auf den Mund gefallende Politiker bis dato nicht beantworten. „Schließlich werden die angeblich aus der Industrie und dem Handel kommenden 2,4 Milliarden Euro erst dann aktiviert, wenn die Bevölkerung ihrerseits auch ihren finanziellen Beitrag leistet“, so Tischler. Diese naive in meinen Augen Äußerung Tischlers lässt jeden halbwegs klar denkenden Menschen stutzen. Die 2,4 Mrd. Euro sind auf 10 Jahre taxiert; d.h. jährlich müssten € 240.000.000,00, zur Verfügung stehen.
Eine Photovoltaikanlage kostet nach Auskunft durch die Deutsche Kaufberatungsgesellschaft mbH durchschnittlich samt Installation € 20.000,00, ! Das hieße, dass man 20.000 Häuser alleine im Jahr 2011 vollständig mit diesen Anlagen kostenlos ausrüsten könnte. In Bottrop gibt es nach dem Statistischen Bundesamt 21.903 Gebäude. Folglich könnte man fast ganz Bottrop mit dem Budget eines Jahres mit diesen Anlagen überziehen. Da schließlich nur ein kleines Arial im Süden unserer Stadt für die Förderung nach dem Gesellschaftsvertrag Innovationscity Ruhr GmbH in Betracht kommt, darf ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass hier alle Anlagen mit einer noch weitaus größeren Energieabsorptionsfläche als des obig beschriebene Durchschnitts zur Verfügung gestellt werden kann. Die betroffenen Bürger(innen) müssten somit gar nichts finanzieren. Die Module wären kostenlos! Jetzt verbleiben uns noch sage und schreibe 2,16 Milliarden Euro. Tischlers Bernd möchte noch in wasserstoffbetriebene Busse, Renaturierungsgebiete, Biogasanlagen, Park - und Grünflächenanlagen, neue Wasseraufbereitungsanlagen und weitere Spielereien des ökologischen Daseins investieren. All` diese Projekte würden maximal 200 Mio. Euro kosten. Somit verbleiben weitere 1,96 Milliarden Euro aus dem angeblichen Fördertopf, die es zu verbraten gilt.
Natürlich darf man sich da ebenfalls fragen, warum überhaupt noch irgendein Bürger oder eine Bürgerin zur Kasse gebeten wird?! Es ist doch soviel Geld da! Oder?
Gleichzeitig pilgert aber interessanter Weise Oberbürgermeister Bernd Tischler auf seiner Betteltour nach Düsseldorf und Brüssel, um vom Land und der EU eine finanzielle Unterstützung für unsere Innovation City Bottrop zu erbitten. Sein Spezi und Parteifreund, der Hinterbänkler im Deutschen Bundestag, Michael Gerdes, soll den Finanzausschuss dieses hohen Hauses mit seiner gewaltigen Überzeugungskraft mürbe machen, um Bottrop ebenfalls ein wenig Geld zu überweisen. Das Unterfangen ist rechtlich aussichtslos und finanzwirtschaftlich utopisch, was Gerdes sicherlich nicht verstehen kann! Ex –Kanzleramtschef Bodo Hombach (SPD) hatte erst kürzlich in der WAZ mitgeteilt, dass die Erwartungshaltung bezüglich de3r Innovation City zu hoch angesiedelt sei. Das sagt wohl alles, gell....
Was würde denn passieren, wenn tatsächlich die EU, der Bund und das Land Gelder locker machen? Die Menschen der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland kann man es doch nicht erklären, warum die Stadt Bottrop Geld benötigt, damit 2,4 Mrd. Euro aktiviert werden können! Das ist doch absolut nicht vermittelbar .Somit ist die Finanzierbarkeit eine Lüge unfassbaren Ausmaßes und ein beweisbares Armutszeugnis der leitenden Politiker(innen) der Stadt Bottrop.
Stefan Soppe