Innovation City - Burkhard Drescher rechnet mit EU-Millionen
30.11.2011 | 17:42 Uhr 2011-11-30T17:42:00+0100
Bottrop. Die EU sieht erstklassige Chancen für eine Unterstützung von InnovationCity Ruhr, dem Leuchtturm-Projekt für Energieffizienz und Klimaschutz im Ruhrgebiet. EU-Regional-Kommissar Hahn zeigte sich nach einem Treffen mit Bodo Hombach, dem Moderator des Initiativkreises Ruhr (IR), und InnovationCity-Chefmanager Drescher beeindruckt vom Fortgang des Projekts.
EU-Kommissar Günther Oettinger verwaltet einen gut gefüllten Geldtopf, der die Aufschrift „Smart Citys“ trägt. Der ist deshalb so vielversprechend für das Bottroper Innovation-City-Projekt, weil „wir hier Energie-Modernisierungen vorhaben, zudem noch Erfahrungen sammeln, wie Hauseigentümer motiviert werden können, selber Geld in die Hand zu nehmen“, wie Burkhard Drescher sagt.
Der Chef der Projektgesellschaft Innovation City Ruhr stattete dem Kommissar gestern mit Bodo Hombach, Moderator des Initiativkreis Ruhr, einen Besuch in Brüssel ab, um einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. „Das sind nicht mal eben zwei DIN-A-4-Seiten, sondern 126 Seiten, die passgenau vorbereitet werden müssen.“ Drescher ist zuversichtlich, dass das gelungen ist und rechnet im kommenden Jahr mit einem positiven Bescheid. Es geht um zehn Millionen Euro.
EU-Kommissar lobt InnovationCity als "Vorzeige-Modell mit Beispiel-Wirkung"
Um weitere Millionen drehen sich zwei Förderanträge, die dem EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, vorgelegt wurden. Hahn war schon auf der Partnerkonferenz am 2. September in Bottrop, kennt das Projekt daher gut und zeigte sich davon beeindruckt: “ein Vorzeige-Modell mit Beispiel-Wirkung nicht nur in Deutschland!”
Jetzt geht es zum einen um die Förderung des Masterplan-Prozesses für das Innovation-City-Projekt, wie er in Bottrop in Gang gekommen ist. Dazu kommen Mittel aus dem Ziel-II-Förderprogramm in Frage. Von den vier Millionen Euro, die der Prozess benötigt, sind 1,6 Mio Euro förderfähig und sollen von der EU über das Land nach Bottrop fließen.
Ein dritter Förderantrag liegt ebenfalls auf dem Tisch von Johannes Hahn: Ein breit angelegtes Kraft-Wärme-Kopplungsprojekt ist im Pilotgebiet geplant, das ein Investitionsvolumen von 7,5 Millionen Euro hat. Hier fällt die förderfähige Summe deutlich höher aus. Drescher verspricht sich eine Zusage für 6,5 Millionen Euro, „und das noch in diesem Jahr“.
Insgesamt
umfasst das InnovationCity-Vorhaben rund 100 Einzelprojekte, unter anderem auch in den Breichen
Forschung, alternative Energie-Erzeugung oder Elektromobilität. Als besonderes
Plus werten beide Seiten, die Deutschen wie die EU, das starke Engagement der
Wirtschaft. “Mehr als die Hälfte sind reine Industrieprojekte und kommen ohne
öffentliche Förderung aus”, erklärte Drescher. Hombach verwies darauf, dass
Bottrop dank der Unterstützung durch den Pivatsektor auch den für öffentliche
Hilfen regelmäßig nötigen Eigenanteil (“Ko-Finanzierung”) stemmen könnne, den
die Stadtkasse selbst nicht aufbringen kann.
InnovationCity Ruhr entspricht den Vorschlägen
der EU-Zentrale, die Regionalförderung in Zukunft auf die europäische
Wachstumsstrategie 2020 auszurichten. “Das Inhaltliche passt 1 zu 1”, sagte
EU-Regionalkommissar Hahn. Die Förderung einzelner Projekte kommt allerdings nicht direkt aus
Brüssel, sondern läuft über die Ebenen NRW oder Bund.
03:46
Ich rechne auch damit, künftig einen Gewinn zu erzielen. Leider muß ich erst Geld einsetzen für die Lotterie. Tischler und Freunde hingegen können sich darauf verlassen das sie bezahlt werden. Egal ob sie in der EU-Lotterie etwas gewinnen oder nicht.
11:11
Da Weihnachten vor der Tür steht hat jeder das Recht zu träumen!
Der Rat und die Verwaltung der Stadt Bottrop, haben seit vielen Jahren einen unendlichen Wunschzettel und träumen sich von einer Pleite in die andere.
S-Bahn Station in der City, ein Parkhaus am Bahnhof, ein florierendes Industriegebiet am Flughafen, Hansa Zentrum, Finanzspekulationen mit der West LB, Spekulationen mit RWE Aktien und, und, und.
Der Traum von Innovation City wird die nächste Seifenblase sein, die mit dem Ergebnis, den Schuldenberg noch weiter aufzustocken, platzen wird.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es die Stadtführung geschafft hat, Bottrop unter die fünf am höchsten verschuldeten Städte Deutschlands zu bringen.
00:18
Jau, und wann gehts dann endlich los? Gefeiert wurde ja schon genug, das erfordert natürlich immer eine Erholungsphase.
15:28
Burkhard Drescher brauchte einen bestens bezahlten neuen Job.Burkhard Drescher bekam einen allerbestens bezahlten neuen Job,denn Burkard Drescher ist ein verdienter Parteisoldat.Weiterer Qualifikationen bedarf es nicht.Die Marksteine seiner Tätigkeiten sind in Oberhausen und den umliegenden Städten jederzeit zu besichtigen.Und wenn wenn Drescher mit InInnovation City fertig ist liegt Bottrop total am Boden.
Der vor ca. einem Jahr gefeierte neue Geschäftsführer der IC Management GmbH Markus Palm wird trotz zumindest öffentlich dargestellter Erfolge nach nur neun Monaten beurlaubt. Man brauche jetzt jemanden mit mehr politischer Reichweite.
Spannend ist wie negativ auf den Postenwechsel reagiert wird. Die schlechte Meinung von Herrn Drescher bestimmt hier die Diskussion. Kontinuität sieht allerdings tatsächlich anders aus. Zuerst ist Hr. Palm mit seinen Erfahrungen in der Immobilienbranche genau der Richtige und dann verändert sich das Anforderungsprofil für den Job des Geschäftsführers weg vom Fachlichen hin zum Politischen. Dieser Besuch in Brüssel ist doch Lobbyarbeit durch Herrn Hombach und Herrn Drescher. Wie kann denn Herr Drescher fachlich die IC Management GmbH überhaupt führen? Er wird doch ständig mit Klinkenputzen beschäftigt sein. Klar er hat mehr Kontakte aber hat er überhaupt verinnerlicht, dass es nicht nur um Industrieprojekte geht? Kennt er sich überhaupt auf dem Gebiet der energetischen Sanierung aus? Ist er jemand der versteht, dass eine Erhöhung der energetischen Sanierungsquote nicht von oben nach unten verordnet werden kann? Ich weiß nicht viel über ihn, aber das Bild, das ich von ihm bis jetzt habe, lässt mich doch stark an seiner Kompetenz bzw. seiner Einstellung zweifeln.
11:27
Die Vernunft ergibt sich dem Irrsinn. BOT, NRW, Deutschland und die EU sind pleite. Auf Pump finanzierte Volksglückungen aller Art, dazu Staaten- und Klimarettungsmaßnamen in nie dagewesenem Ausmaß - die Quittung gibts in Kürze. Nach dem Zusammenbruch unseres eurpäischen Staatskapitlismussystems bin ich sehr gespannt, ob noch Geld für die Rettung des Klimas vorhanden sein wird.
09:18
„Ach neee, is klar“! Der Preis „Innovation City Ruhr“ wurde mit einem Finanzvolumen von 2,6 Milliarden Euro (€ 2.600.000.000,00.) angeblich von verbindlichen Zusagen aus der Wirtschaft und dem Handel untermauert. Jetzt darf also doch die EU, der Bund und das Land – also der ganz normale Steuerzahler – das völlig aus dem Ruder gelaufene Projekt bezahlen. Allerdings wurde erst kürzlich erkannt, dass das Projekt dem Gro der angeblichen Nutzer – also dem Bürger - gar nicht angenehm sein dürfte. Zum Beispiel können die Mieter die höhere Mieten als Folge der Energiesanierung der Wohnung nicht mehr tragen. Nach geltendem Recht können Vermieter elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Im Schnitt steigt die Miete nach der Energiesanierung um € 2,40, pro Quadratmeter, die Energieersparnis beträgt nur 50 Cent. Die Miete erhöht sich real um € 1,90, pro Quadratmeter. Das schaffen viele Mieter nicht! Im Ruhrgebiet mit unzähligen Leerständen müssen sich viele Vermieter aber sehr überlegen, ob sie dann überhaupt energetisch sanieren, weil die Kosten kaum umgelegt werden können.
Da darf bzw. muss man doch die wichtige Frage stellen, ob man vielleicht den Titel „Innovation City“ Bottrop hätte besser doch nicht angedeihen lassen sollen, sondern einer solventeren Stadt?
Tja, man darf gespannt sein, wofür schließlich die noch nicht bewilligten Steuermillionen tatsächlich eingesetzt werden. Spekulierend neige ich dazu zu sagen, dass nur Großprojekte der Industrie gefördert werden. Die Häusersanierung bzw. der Aufbau von Solaranlagen auf Mietshäusern im nicht so wohlhabenden Bottroper Süden kann nicht funktionieren, da dann die Modernisierungskosten auf die Miete umgeschlagen wird. Die Mieter aber auch Vermieter werden das wie obig bereits ausgeführt nicht mitmachen.
Stefan Soppe
00:11
Bekommen sollte man erst einmal die Millionen, dann kann man damit erst rechnen!