Initiative wittert Salamitaktik
13.03.2009 | 17:26 Uhr 2009-03-13T17:26:00+0100Beim Treffen der Interessengemeinschaft Hof stand die Furcht vor einer immensen Verkehrs- und damit Lärm- und Schadstoffzunahme im Mittelpunkt
Eine Salami will die Interessengemeinschaft „Stoppt A 52” nach Berlin an Bundesverkehrsminister Tiefensee schicken, weil sie eine Salamitaktik unterstellt für das Ausbauvorhaben A 52. Erst kommt das Bottroper Stück, dann das Essener und Gladbecker - und schon liegen Welheim und die Boy an einer großen Transitstrecke für die ganze Republik.
Beim Treffen der Interessengemeinschaft am Donnerstag im Boyer Hof stand genau diese Furcht vor einer immensen Verkehrs- und damit Lärm- und Schadstoffzunahme im Mittelpunkt. Und dabei geisterten wieder unterschiedliche Zahlen zu dieser Verkehrszunahme durch die Diskussion. Die IG spricht von bis zu 140 000 Kraftfahrzeugen pro Tag und beruft sich auf Daten aus dem Bundesverkehrsministerium. Bottrops Technischer Beigeordneter Bernd Tischler geht im Maximalfall von 71 000 Fahrzeugen aus und beruft sich auf ihm vorliegende Prognosen. Tischler sicherte aber zu, in die städtische Stellungnahme zum Ausbauplan der Bundesstraße 224 zur Autobahn 52 zu klären, wie solche unterschiedlichen Zahlen zustande kommen könnten.
Trotz der Anwesenheit etlicher Vertreter von DKP, Grünen und auch ÖDP blieb die Veranstaltung fast frei von politischen Statements und Angriffen. Als die drohten, stoppte Rita Hölper, eine der Sprecherinnen der IG und an diesem Abend Versammlungsleiterin, souverän und unwidersprochen alle Versuche politischer Vertreter, Tischler in Zwiegespräche zu verwickeln und Grundsatzdiskussionen zu führen.
Das drohte vor allem auch durch Vertreter aus ähnlich ausbau-kritischen Initiativen der Nachbarstädte Essen und Gladbeck. Als die sich verstärkt zu Wort meldeten, verließen nach und nach die ohnehin nicht so zahlreich wie erwartet erschienenen Besucher den Saal. Politiker und Gäste aus Nachbarstädten abgezogen, mögen es vielleicht 40 gewesen sein.
Bernd Tischler, an diesem Abend auch eigentlich aus der Verantwortung, weil das Bauvorhaben ja vom Landesbetrieb Straßen NRW im Auftrage des Bundes durchgeführt wird, hatte zuvor die Position der Stadt vorgestellt. Nur der Autobahnausbau mache den Lärmschutz möglich, wiederholte er die bekannte Position. Die Stadt habe neben dieser Wall-Wand-Konstruktion von insgesamt neun Metern Höhe auch noch Flüsterasphalt als Straßenbelag durchgesetzt.
Zurzeit gebe es 22 Einwendungen und Anregungen im Zuge des laufenden Planfeststellungsverfahrens. Die reichten von genereller Ablehnung bis zur grundsätzlichen Begrüßung des Vorhabens. Das Verkehrsgutachten werde ermitteln, wie sich durch den Bau der Autobahn Verkehre in Boy/Welheim veränderten. In vielen Straßen, da sei er sicher, werde sich die Belastung reduzieren, Boy/Welheim werde vom Durchgangsverkehr zur B 224 befreit. Wo Beeinträchtigungen zunehmen - diese Verschlechterung durch abgetrennte Straßen und neue Schleichwege befüchten die Bürger - werde man verkehrslenkende Maßnahmen durchführen.
Landschaftsarchitekt Stephan Müller - wie berichtet, hat er für die Initiative die Umweltverträglichkeitsuntersuchung überprüft - und Norbert Porwol von der Interessengemeinschaft kritisierten die Lärmbelastung. Porwol hatte selbst Lärmmessungen an der B 224 und an der A 2 durchgeführt. Seine These nach der Auswertung der Dezibel-Zahlen an der A 2: Lärmschutz nutze nur kurz hinter der Wand, nicht aber weiter weg - da steige der Lärm wieder an.
Nicht vergleichbar mit dem, was an der B 224/A 52 gebaut werde, betonte Stephan Beckmann, Leiter des Bottroper Umweltamtes. Erstens sei die Wand anders, vor allem höher. Zweitens habe die A 2 keinen Flüsterasphalt. An der A 2 liefen auch zurzeit Untersuchungen, weil es dort eben trotz der Lärmschutzwand zu laut sei.
Nach gut eineinhalb Stunden löste sich die Versammlung auf. Diskutiert wurde noch in Kleingruppen. Und im Vorraum auf dem Billardtisch legte Stephan Beckmann noch Pläne aus und diskutierte mit Anwohnern. Eine ihrer Befüchtungen lautete, dass Bahnlärm zukünftig von den Lärmschutzwänden widerhalle. - „Haben wir dran gedacht”, sagte Beckmann und informierte weiter . . .
INFO
Spendendose, Unterschriftenliste, Einspruchsvordrucke: An dem Abend war an alles gedacht worden, um die Arbeit der Interessengemeinschaft „Stoppt A 52” zu unterstützen. Noch drei Wochen können Bedenken gegen die Ausbaupläne vorgebracht werden. Das Planfeststellungsverfahren liegt bei der Bezirksregierung in Münster, dahin müssen auch die Einsprüche gehen, können aber im Stadtplanungsamt abgegeben werden.
16:32
selbst Schuld Du Wurst
14:10
He, das Niveau wird ja immer besser hier. Wäre schön, wenn mal jamand wieder was zum Thema vorzubringen hat, als nur andere Leute zu beleidigen.
13:46
und @bkb2001 hat offensichtlich noch Salamibestände mit Rinderwahnsinn.
12:04
@fields
Es stand noch nie 50/50.
Aber so argumentieren die vermeintlichen Ausbaugegner halt. Das zeigt dann auch dessen geistiges Niveau.
15:34
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12:43
@bkb 2001
Nicht auf dem Laufenden? Zwischenstand in der Waz 50 /50. Also erstmal informieren! Also, die Tendenz der Autobahngegner wächst.
00:21
@guck in den Spiegel
Besser einfach gestrickte Kommentare als so eine Fäkalsprache von dir! Gosse ich grüße dich!
00:08
@bkb2001,
man brauch Dich nur anzuklicken und Dein
Meckerprofil lesen und schon weis man, was für ein armes Würstchen Du bist.
Lass Deine einmaschig gestrickten Kommentare, sie haben 0 Inhalt und sind vom Wissens - Niveau Eddingstift im Bahnhofsklo
Lass es einfach, bist keine gute Werbung für Bottrop
19:10
Offensichtlich sind es weniger die Bottroper, die gegen den Ausbau der B 224 sind. Wir sollten uns nicht vor den Karren irgendwelcher Ausbaugegner von irgendwoher spannen lassen.
Bottrop braucht und will den Ausbau. Dafür spricht auch die Umfrage der WAZ.
18:54
WAZ Bottrop sponsored by SPD Bottrop.
Was für ein verlogener Bericht.
Betreibt die WAZ Bottrop hier etwa Wahlkampf, wurde sie geimpft ?
Die Bürger müssen es dann eben bei der Wahl richten.
Traurig wie verfälscht Presseberichte dargestellt werden können. Der Bericht entspricht nicht wirklich der Verhältnismäßigkeit des Abends. Die WAZ und die Politik wird in Bottrop ihre Quittung bekommen, da bin ich mir sicher.
WAHRHEIT SIEHT ANDERS AUS