Industrieunternehmen verzeichnen Umsatzrückgang

Die Industrieunternehmen in der Emscher-Lippe-Region und dem Münsterland haben 2014 insgesamt weniger Umsatz erzielt als im Vorjahr. Die größten Rückgänge verzeichnen Bottrop und der Kreis Recklinghausen, beide minus vier Prozent.

„Da die Industrie in der Emscher-Lippe-Region in starkem Maße Rohöl als Vorprodukt einsetzt, dürfte ein Teil des Umsatzrückgangs mit einer Weitergabe der gesunkenen Einkaufspreise erklärbar sein“, erläutert der Bodo Risch von der Industrie und Handelskammer, wie es zu diesem Ergebnis kommen konnte.

Nach aktuellen Berechnungen des statistischen Landesamtes IT.NRW ergab sich ein Gesamtrückgang um 0,4 Prozent auf rund 42 Milliarden Euro.

Und das, obwohl das Exportgeschäft noch einmal gewachsen ist. Der Auslandsumsatz stieg um 1,9 Prozent und liegt jetzt insgesamt bei 16,6 Milliarden. Das entspricht einer Exportquote von 39,6 Prozent.

„Insgesamt hat die regionale Industrie die zahlreichen Herausforderungen gut gemeistert“, kommentierte Risch die aktuellen Zahlen. Aber gerade das Außenhandelsergebnis sei angesichts eines schwierigen Russland-Geschäfts, einer schwachen Entwicklung im Euro-Raum und des konjunkturellen Gegenwinds in China „schon sehr beachtlich“. Risch ist zuversichtlich, dass in diesem Jahr der Gesamtumsatz bessere Zahlen verzeichnet.

Am besten hatte sich der Industrieumsatz in Gelsenkirchen (plus 2,4 Prozent) entwickelt.