In der Silvesternacht sollte das Auto in der Garage stehen

Für einige Autofahrer wird es am Neujahrstag wieder ein böses Erwachen geben, wenn Silvesterraketen und Böller an parkenden Fahrzeugen bleibende Erinnerungen an die nächtliche „Geisteraustreibung“ hinterlassen haben. „Wenn der Täter des Nachts unerkannt entkommen ist, hilft nur die eigene Teilkaskoversicherung, um den Brand- oder Explosionsschaden bezahlt zu bekommen. Ist der Täter bekannt oder hat er sich gemeldet, so zahlt dessen private Haftpflichtversicherung den angerichteten Schaden“, erklärt Johannes Hübner vom Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD).

Bei einem unbekannten Täter sei es aber auf jeden Fall sinnvoll, den Schaden vor dem Gang zur Versicherung zu fotografieren und der Polizei anzuzeigen. Grundsätzlich müssen Autofahrer auch vorsorglich gegen Silvesterschäden handeln: Man sollte nicht dort parken, wo erwartungsgemäß mit viel „Knallerei“ zu rechnen ist, also eher abseits der Straßen, in Höfen oder Unterständen. Wer nicht kaskoversichert ist, sollte sein Auto zwischen Mitternacht und 1 Uhr im Auge behalten.

Feuerwerk, das zufällig unter einem parkenden Auto landet, könne bleibende Schäden hinterlassen, auch Fahrzeuge mit Gas- oder Hybridantrieb seien gefährdet. Fehlgeleitete Raketen könnten Autoscheiben durchschlagen oder hässliche Lackschäden hinterlassen.

Auch verantwortungslose Bürger, die Chinaböller unter Fahrzeugen, im Auspuff oder auf Autoreifen zünden, sorgten für bleibende Schäden am Fahrzeug. Eltern müssten ihre Kinder darauf hinweisen, dass Knallkörper nicht in der Nähe von Autos gezündet werden dürfen, Benzindämpfe könnten explodieren.

Um den Gefahren weitgehend aus dem Weg zu gehen, empfiehlt der AvD, den Wagen in der Silvesternacht möglichst in die Garage zu stellen. Laternenparker sollten ihr Fahrzeug in ruhigen Seitenstraßen abstellen. Und: Knallkörper-Missbrauch ist kein Kavaliersdelikt – auch wer zu Fuß als Führerscheininhaber Feuerwerk auf Verkehrsmittel wirft, riskiert den Führerscheinentzug wegen Verkehrsgefährdung.