In der Mühle werden bald Menüs serviert
01.12.2011 | 18:30 Uhr 2011-12-01T18:30:00+0100
Bottrop. Der Mühle Große Kraneburg steht eine zweite Karriere bevor, die noch vor Weihnachten beginnen soll. Auch als Restaurant wird sie ihren ursprünglichen Charakter nicht verleugnen, vielmehr mit ihren historischen Pfunden wuchern.
Denn der 1898 entstandene Ziegelbau an der Batenbrockstraße, in dem in den sechziger Jahren das letzte Korn gemahlen wurde, steht unter Denkmalschutz (die WAZ berichtete). Dessen Auflagen bildeten für Besitzerin Eva Langer im Verlauf der mehrmonatigen Bauarbeiten nicht immer einen Quell reiner Freude, aber das Ergebnis ist eindrucksvoll. Mahlwerk, Trichter, Holzbalken und weiteres historisches Inventar von stattlichen Ausmaßen blieben an ihrem Platz und behalten bisher die Geheimnisse ihrer Funktion für sich: Eva Langer hofft auf die Hilfe des Denkmalschutzes, um jedem Teil eine schriftliche Erklärung zu geben.
Die Anlagen ziehen sich über drei Stockwerke, wer über die Treppe ins Restaurant im ersten Stock geht, unternimmt also einen Ausflug in die Kraneburg’sche Müller-Geschichte. Oben angekommen, öffnet sich der Blick auf den Dachgiebel, Fundstücke aus der Mühle bilden die Dekoration an den weißen Wänden. ergänzt um Attribute des motorisierten Zeitalters - Eva Langer hat ein Herz für Oldtimer. Noch einen Stock höher kann der Restaurant-Abend in der Lounge ausklingen.
Hans Glaßr wird der erste Koch sein, der in der neu eingebauten Küche seine Spuren hinterlässt. Die Abendkarte sollen Klassiker wie Pfeffersteak und Rinderfilet prägen: „Wir wollen nicht abheben, sondern eine bodenständige Küche mit frischen Produkten bieten.“ Hinzu kommt eine Karte mit täglichen Empfehlungen. Auch einen Mittagstisch will er einrichten und dabei die Klientel im Umfeld mit herzhaften Gerichten bedienen. Am Nachmittag wird in der „Mühle Große Kraneburg“ Kuchen serviert.
Die Eröffnung war Mitte Dezember geplant, muss aber verschoben werden, um allen amtlichen Auflagen Genüge zu tun. Eva Langer wird die Zeit nutzen, um in der Mühle letzte Hand anzulegen. Weit hat sie’s nicht: Mit ihrer Familie ist sie vor 16 Monaten in die mehrstöckige Villa neben der Mühle eingezogen, die ebenso aufwendig restauriert wurde.
Die inoffizielle Eröffnung zum geplanten Termin will sich Eva Langer nicht nehmen lassen. 130 Gäste hat sie am Abend des 9. Dezember eingeladen. Dabei verzichtet sie auf Geschenke und bittet stattdessen um eine Spende für einen Jungen, der seit einem Unfall unter den Folgen schwerer Verbrennungen leidet. Diesem Ziel widmet auch Stuntman Heiko von der Schlippen seinen Einsatz.
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