In den vier Jahren sprang die Hälfte der Mitarbeiter ab
08.07.2009 | 17:16 Uhr 2009-07-08T17:16:00+0200Unsichere Zukunft lässt sie nach sicheren Jobs suchen
Sensibler Job, die Leistungsgewährung an Langzeitarbeitslose. Belastbare, gut ausgebildet und eingearbeitete und vielleicht auch im Schnitt schon lebenserfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wünscht man den Arbeitsgemeinschaften wie der „Arbeit für Bottrop”. Solange aber noch Rechtsunsicherheit darüber besteht, ob die Arbeitsgemeinschaften überhaupt Bestand haben, gibt es nur befristete Angestellten-Verhältnisse. Folge: wer einen festen Arbeitsplatz bei einer anderen Verwaltung findet, kehrt den Arbeitsgemeinschaften den Rücken. Und beim Nachbesetzen der Stellen gibt's kaum Leute, sagt Karl Trimborn, Geschäftsführer der Bottroper Arbeitsgemeinschaft. Für die auch von der AfB betriebene Arbeitsvermittlung finde sich leichter Personal, aber die Vermittlung ist eben nur die eine Hälfte der AfB-Tätigkeit.
„Arbeit für Bottrop” darf auch (noch) nicht selbst ausbilden, ist also auf den Nachwuchs ihrer beiden Träger Stadtverwaltung und Arbeitsagentur angewiesen. Und der hat eher Interesse an einem festen Arbeitsverhältniss.
Momentan seien die 132 Planstellen zwar besetzt, „aber die Fluktuation ist hoch und der Markt gibt wenig her.”
Nachbesetzungen hatte es schon früh geben müssen, weil die Arge-Grundmannschaft „ungenügend dimensioniert” war mit den damals (Januar 2005) 80 Leuten.
Schon die Einarbeitung in die schwierige Materie sei ja sehr aufwändig. „Das spezielle Fachwissen, das wir brauchen, kann keine Nachwuchskraft haben. Es braucht etwa vier, fünf Monaten, bis sie fit ist. Aber das bindet in dieser Zeit auch die Mitarbeiter, die sie einarbeiten.” Auf die Jahre gesehen, sei rund die Hälfte des Personals schon ausgetauscht worden. Und nach dem Verfassungsgerichtsurteil, das der derzeitigen Konstellation eine Verfassungsänderung abverlange (die das aktuelle Regierungslager offenbar momentan ebenso wenig will wie eine Änderung), können rund 30 Stellen nur befristet vergeben werden.
In welcher Form die Arbeitsgemeinschaften wie die Arbeit für Bottrop weiterarbeiten werden? „Das Rennen ist offen”, sagt Karl Trimborn. In eineinhalb Jahren muss eine Entscheidung gefallen sein. Bis dahin rückt man in Bottrop, wo sich die AfB an drei Standorten befindet, zusammen - im neuen Kaufland-Bau.
23:21
Wär ja ein Ding, die AfB Bottrop dichtmachen!
Was passiert dann mit Herrn Trimborn, zurück zur Agentur für Arbeit, in Tarifgruppe 12 ? Oder müssen wir ihn dann in Tarifgruppe 15 bis zur Pensionierung durchschleppen?
Und was macht man dann mit der guten Frau Igelbüscher? Zurück zum Sozialamt, zur Tarifgruppe 11? Keine gute Partie mehr?
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
16:19
So was muss es doch auch schon früher beim Sozialamt gegeben haben, oder? Wie ich gehört habe, soll die ARGE ja fast das selbe machen wie das Sozialamt früher. Ich kann mir schon vorstellen (bei dem ganzen bla bla von herrn t.) das man dann beim Wechsel zur ARGE das Thema unterschätzt hat. Die meisten Probleme in Unternehmen mit Mitarbeitern sind wohl doch eher hausgemacht. Wenn man die Vorgesetzten fragt ist es immer was anderes schuld! Man sollte mal die normalen Leute da fragen.
11:22
Die Mädels und Jungs in dem Laden haben doch überhaupt keine Ahnung von dem was sie dort tun. Hinzu kommt noch eine gewisse Arroganz den Arbeitssuchenden gegenüber. Den Laden zumachen und nach Indien outsourcen. Die haben auch keine Ahnung, aber sind billiger!!!
07:31
@Steinbeisser
Kommt mir bekannt vor. Ich wurde auch von einem meiner damaligen SB gefragt ob ich Interesse daran hätte. Auf spätere Nachfrage konnte sich keiner mehr dran erinnern, das eine Stelle offen gewesen wäre.
06:32
Wer will denn in solchen saftladen arbeiten.
23:58
Seltsam, als ich mich als Arbeitsloser beworben habe ( ich (über)erfülle alle geforderten Kriterien) wurde mir alles zurück gesandt, man habe keinen Bedarf!
21:14
Ein Arbeitsplatz mit einem guten Klima, da wird man sicher bleiben wollen. Wenn man dann auch noch die Möglichkeit hätte, durch Fachwissen und Leistung befördert zu werden, dann bleibt man erst recht.
Woran das wohl liegt, dass die Mitarbeiter bei der AfB schneller wechseln, als eine Ampelanlage grün wird?