In den Arbeitskreisen darf jeder mitmischen

Bei der Bestandsaufnahme der Angebote zeigte sich: Es gibt Bereiche, wo spezielle Angebote gemacht werden wie Freizeiten für Menschen mit geistiger Behinderung. Es gibt aber auch schon Felder, die offen gehalten sind für alle. Brunecker nennt als Beispiele städtische Kulturveranstaltungen, Musikschule, VHS: „Ob Theaterworkshop oder Band – niemand muss Sorgen haben, da mitzumachen.“

Auch die Kletterkurse des Sportbundes etwa seien offen für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Nur sind diese Möglichkeiten nicht immer allen bekannt. Daher ist auch geplant, sämtliche Angebote im Internet zu veröffentlichen.

Zweites Halbjahr

Bei der Sitzung des Behindertenbeirats am 18. Februar soll die Bestandsanalyse bewertet und die drängendsten Themenfelder herausgearbeitet werden. Dem entsprechend werden dann im zweiten Halbjahr 2015 die ersten vier bis fünf Arbeitskreise ihre Arbeit aufnehmen. Mitmischen darf dabei jeder – Vertreter der Behindertenverbände, nicht organisierte Betroffene, Angehörige, weitere Interessierte. „Wir möchten die Menschen ermutigen, dort von ihren Alltagserfahrungen zu berichten“, sagt Karen Alexius-Eifert.

Auf dieser Basis sollen jeweils ein Leitbild und praktisch umsetzbare Ziele formuliert werden. Machbare Projekte, die das Leben der Menschen mit Handicap erleichtern sollen. Die Verwaltung wird die Arbeitskreise begleiten.

Gefragt werden soll an dieser Stelle auch nach Ihrer Einschätzung, liebe Leserinnen und Leser. Wo sehen sich Menschen mit Behinderungen immer noch Benachteiligungen ausgesetzt? Wo besteht der dringendste Handlungsbedarf? Machen Sie mit bei der Online-Abstimmung auf waz.de/bottrop.