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Im Köllnischen Wald in Bottrop laufen die Pfützen nicht ab

17.01.2016 | 18:16 Uhr
Im Köllnischen Wald in Bottrop laufen die Pfützen nicht ab
Weil sich Füllmaterial, das an andere Stelle in dem Grabensystem verbaut werden musste, hier ablagert, staut sich das Wasser.Foto: Robin Droste

Bottrop.   Das Grabensystem, das Teile des Köllnischen Walds entwässern soll, funktioniert nicht richtig. An einigen Stellen hat sich Füllmaterial abgelagert.

Der Köllnische Wald ist Naherholungs- und Sportgebiet für viele Bottroper. Und manch einer wird sich bereits geärgert haben, dass Teile der Wege und des Waldes im Bereich zwischen Lindhorststraße und Autobahn unter Wasser stehen. Die Stadt hat darauf bereits reagiert und zumindest erst einmal Absperrungen aufgestellt.

Die CDU in der Bezirksvertretung Mitte hat sich des Themas angenommen und will darüber in der nächsten Sitzung des Gremiums sprechen. „Vor einigen Jahren hat man ja in dem Bereich Gräben gezogen, um das Wasser abzuführen, aber die scheinen mehr und mehr zu verschlammen“, sagt Susanne Jungmann, die Vorsitzende der CDU-Fraktion im Bezirk Mitte.

CDU sieht die Standfestigkeit der Bäume gefährdet

Die CDU stört nicht nur, dass der Weg nur eingeschränkt nutzbar ist, sie sorgt sich auch, welche Auswirkungen die Flutung auf die Bäume dort hat. Sollte es nicht gelingen, das Wasser dort abzuleiten, sieht die CDU die Standfestigkeit einiger Bäume bei einem möglichen Sturm gefährdet. Immerhin sei diese Situation schon seit Ende November gegeben.

Doch so weit werde es wohl nicht kommen, sagt Heribert Wilken, der Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Stadterneuerung. Dort befasst man sich mit dem Problem, dessen Ursache wohl etwas tiefer im Wald zu liegen scheint. Genauer in dem Waldstück zwischen Autobahn und Oberhausener Straße. Dort ist vor Jahrzehnten der Wald abgesackt, es hat sich ein Teich- und Sumpfgebiet entwickelt. Ein Pumpwerk sorgt dafür, dass dieses Waldstück nicht weiter absäuft und hält den Pegel dort konstant. Das Wasser wird – wie in anderen Teilen des Waldes – über Gräben abgeleitet. Bis 2009 mündeten diese Gräben noch in der städtischen Kanalisation, sagt Wilken. Dann habe man sich entschieden, das Frischwasser aus dem Wald nicht länger ins Abwasser einzuleiten.

"Damals wurden die Gräben an einigen Stellen zu tief ausgeschachtet"

„Damals wurde das Grabensystem im Wald erneuert, das Wasser wird seitdem in den Vorthbach geleitet“, erklärt der Fachbereichsleiter. Auch die Ursache, warum es sich an einer Stelle nun staut, hat die Stadt bereits ermittelt. „Damals wurden die Gräben an einigen Stellen zu tief ausgeschachtet und mussten teilweise wieder aufgefüllt werden.“ Das Material habe sich im Laufe der Jahre gelöst, sei mit dem Wasser fortgetragen worden und lagere sich nun an anderer Stelle ab. Die Beobachtung, dass die Gräben verschlammen, ist also so falsch nicht.

"Das ist kein allzu großer Aufwand"

„Dabei handelt es sich aber noch um eine Gewährleistungssache“, sagt Wilken. Mit dem Unternehmen habe man bereits gesprochen, das Grabensystem muss in dem gefluteten Bereich noch einmal ausgebaggert werden. „Das ist aber kein allzu großer Aufwand“, urteilt Wilken. Sobald es die Witterung zulasse, würden die Arbeiten beginnen. Wilken schätzt, dass der Wasserspiegel dafür noch etwas sinken müsse, dann könne die Firma nach dem Winter mit der Arbeit beginnen.

Matthias Düngelhoff

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Im Köllnischen Wald in Bottrop laufen die Pfützen nicht ab
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2016-01-17 18:16
Bottrop, Natur, Bäume, Entwässerung, Wald, Sturm
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