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Schwimmen im Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen wird toleriert, aber DAS darfst du auf keinen Fall machen

Schwimmen im Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen wird toleriert, aber DAS darfst du auf keinen Fall machen

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Foto: Oliver Mengedoht / Funke Foto Services

Oberhausen. 

Heiß, heißer, Sommer 2018! Jetzt ein kühles Bad im … ja, wo eigentlich in Oberhausen? Sich mit alle Mann ins Freibad zu quetschen ist nur bedingt spaßig.

Bleibt der Rhein-Herne-Kanal. „Hier ist das Schwimmen nicht grundsätzlich verboten“, sagt Kai Horstmann von der Wasserschutzpolizei Essen. Die Wasserschutzpolizei ist zuständig für den Rhein-Herne-Kanal im Stadtgebiet Oberhausen.

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Der Kanal sei ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Oberhausener und ein komplettes Badeverbot dort nicht zu kontrollieren. Es gebe aber wichtige Einschränkungen, sagt Horstmann.

Das darfst du auf keinen Fall tun, wenn du im Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen schwimmen gehen willst:

  • Von Brücken springen

Es besteht Lebensgefahr, wenn du von einer der Brücken in den Kanal springst. „Das Wasser ist maximal vier Meter tief“, sagt Kai Horstmann. Meistens weniger. 2,50 Meter sind einfach zu seicht, um dort aus großer Höhe hineinzuspringen. Du könntest dir leicht die Wirbelsäule brechen oder andere schwere, gar tödliche Verletzungen holen.

  • Schiffe anschwimmen

Bei Schiffen gilt: Abstand halten. Immer. „Der Sog der Schiffschraube ist gewaltig“, erklärt Horstmann. Als Laie könne man sich das gar nicht vorstellen. Selbst geübte Schwimmer kämen da in Not. Und wenn du einmal in eine Schiffschraube gekommen bist, war es das mit deinem Leben.

  • Auf Schiffe klettern

Solltest du es doch unbeschadet bis zum Schiff geschafft haben, kommt direkt das nächste Verbot: Das Schiff zu betreten. „Dann droht sogar eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch“, sagt Horstmann. Logisch, denn die Schiffer leben auf ihren Kähnen.

  • Im Bereich von Wehren, Schleusen, Brücken und Hafenanlagen schwimmen

Der Schiffverkehr ist hier zu gefährlich. Ebenso die Anlagen an sich. Grundsätzlich gilt: Halte mindestens 100 Meter Abstand.

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Darauf musst du noch aufpassen, wenn du im Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen schwimmen willst

Vorsichtig musst du auch sein, wenn du Alkohol getrunken hast. Nicht nur, dass du Risiken nicht mehr so gut einschätzen kannst – du könntest auch schneller einen Herzinfarkt erleiden, wenn du bei der Hitze betrunken ins kalte Wasser gehst.

Übrigens: Die Wasserschutzpolizei fährt auf dem Rhein-Herne-Kanal regelmäßig Streife und spricht die Schwimmer an. Auch mit dem Streifenwagen ist sie am Ufer unterwegs. Wenn du dich nicht an die Regeln hältst, können dir Verwarngelder bis 35 Euro, Bußgelder über höhere Beträge oder sogar Anzeigen drohen.