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Josef-Albers-Gymnasium

Ich habe den besten Beruf, den es überhaupt gibt

14.02.2012 | 16:53 Uhr
Ich habe den besten Beruf, den es überhaupt gibt
Am Berufsinformationstag des Josef-Albers-Gymnasiums wirbt Prof. Dr. Susanne Staude für den Beruf des Wirtschaftsingenieurs. Foto: Birgit Schweizer

Bottrop.Überzeugender geht es nicht. „Ich bin Ingenieurin aus Leidenschaft“, sagte Hochschullehrerin Prof. Susanne Staude, „und ich habe den besten Beruf, den es überhaupt gibt.“ Noch irgendwelche Fragen?

Die junge Professorin an der noch jungen Hochschule Ruhr West (HRW) warb am Berufsinformationstag des Josef-Albers-Gymnasiums mit ansteckender Begeisterung für das Studium des Wirtschaftsingenieurwesen an der Bottroper Fachhochschule.

Dabei wollte sie zunächst gar keine Ingenieurin werden. Eine ganze Reihe anderer Jobs übte die 40-Jährige aus, bevor sie zu ihrem Traumberuf fand. Sie arbeitete zum Beispiel als Zimmermädchen. Sie arbeitete auch als Kellnerin. Damit finanzierte sich die Bremerin das Leben in London, wohin es sie nach dem Abitur für vier Jahre zog. „Und dann wollte ich Psychologie studieren“, sagte Susanne Staude. Eigentlich. Denn eine gute Freundin riet ihr ab: Du musst etwas mit Umwelt machen.

Thermodynamik

Das machte sie dann auch und studierte „Environmental Engineering“, also Umweltingenieurwesen. Die angehende Ingenieurin wartete Windräder, arbeitete in der Auto-Industrie an der Entwicklung von Motoren für den Audi A8 mit, arbeitete an der Fachhochschule Köln an Studiengangkonzepten, ging beim Autokonzern Ford in einem Joint-Venture mit Mazda der Frage nach, wo die Autobauer eine Kraftstoffpumpe am besten und sichersten platzieren, und erforschte an der Universität Essen/Duisburg die Wirkung der Zusatzstoffe in Benzin. Am Campus Bottrop heißt ihr Lehrgebiet nun: Fluidenergiemaschinen und technische Thermodynamik. Mit dem kurzen Streifzug im Schnelldurchgang durch ihre Biografie machte die Hochschullehrerin den Schülerinnen und Schülern klar: „Ingenieurwesen ist sehr vielfältig und sehr praxisbezogen“. Teamarbeit sei wichtig und der Austausch von Erfahrungen und Ideen. „Die Vorstellung, dass Ingenieure allein in ihrem Kämmerlein tüfteln, ist wirklich von vorgestern“, betonte Susanne Staude, die während ihres Vortrags immer wieder einmal nach der Übersetzung für einen englischen Fachbegriff fragt. Die aufmerksamen Schüler helfen prompt.

Fachseminare

Die Hochschullehrerin ist eine von 59 Professoren und Berufspraktikern, die den Oberstufenschülern des Josef-Albers-Gymnasiums Einblicke in ihre Berufe gaben. Über 350 junge Leute besuchten die Fachseminare, die nach ihren Wünschen zusammengestellt waren.

Norbert Jänecke

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