Holzrechte auf den Bischofssondern

Auch nach der Gründung Westfalens behielt das Haus zu Holte das Recht, im Fernewald Holz zu schlagen. Im Bischofssondern gab es aber Einschränkungen: Die Holtener durften nur Unterholz schlagen, keine Eichen und Buchen.

Nach der Enteignung der Klöster 1803 erhielt der Herzog von Arenberg den Köllnischen Wald zugeschlagen. Das Nutzungsrecht am Wald war heftig umstritten: Bis 1850 rangelten Bottroper und Kirchhellener Bauern mit denen von Arenberg als Rechtsnachfolgern der kölnischen Kurfürsten.

Wie viel das Holz wert war, legte die preußische Verwaltung fest: Im Hypothekenbuch des Landes- und Stadtgerichts zu Dorsten wurde als Belastung für den Herzog eingetragen, er habe jährlich 50 Reichstaler in Gold abzuführen. Außerdem bekam die Bottroper Schule jährlich fünf Fuder Brennholz Diese Verpflichtung ging zurück auf das Jahr 1652: Bei der Gründung der ersten Bottroper Schule hatte der Kurfürst dem Pastor Rutger Baten die Holzlieferung versprochen.

Der Herzog von Arenberg sorgte 1821 dafür, dass ein zusammen hängenden Waldgebiet wieder unter einem Besitzer vereinigt wurde. Er kaufte das so genannte Stenkholz vom Förster Randebrock und schlug es dem Bischofssondern zu. Heute heißt der Waldf auf Bottroper Gebiet: Köllnischer Wald