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Hohe Erfolgsquote bei Ausbildungsabschluss

16.02.2016 | 09:00 Uhr
Hohe Erfolgsquote bei Ausbildungsabschluss
Noch werden Jugendliche beim Bergwerk Prosper Haniel zum Industriemechaniker ausgebildet. Das Archivbild zeigt Auszubildende, die am Haldenkreuzweg einen Kettenförderer streichen.Foto: Joachim Kleine-Büning

Bottrop. Sie sind die Fachkräfte von morgen: 3 135 Auszubildende haben in den vergangenen Wochen vor den Prüfungsausschüssen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen ihr Wissen unter Beweis gestellt. 93 Prozent der Teilnehmer waren erfolgreich, fast sieben Prozent erreichten sogar die Traumnote sehr gut. „Die hohe Erfolgsquote zeigt das gute Ausbildungsniveau und das hervorragende Zusammenwirken von Ausbildungsbetrieb und Berufsschule”, unterstreicht Carsten Taudt, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Bildung, und zuständig auch für das Bottroper Stadtgebiet.

Den erfolgreichen Absolventen der IHK-Abschlussprüfungen „stehen nun alle Türen offen“, betont Taudt. „Das sind die Fachkräfte, die die Wirtschaft braucht.“ Sie könnten zunächst als Fachkraft Erfahrung im Betrieb sammeln und ihre Karriere über eine Weiterbildung oder ein berufsbegleitendes Studium zusätzlich beschleunigen.

Wer sich nach der Ausbildung zum Fachwirt, Industriemeister oder Betriebswirt fortbildet, profitiere auch finanziell davon, betont der Bildungsexperte und beruft sich dabei auf die Ergebnisse der aktuellen IHK-Weiterbildungserfolgsumfrage. Für mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) hat sich die Weiterbildung danach vorteilhaft auf die berufliche Entwicklung ausgewirkt. Über 50 Prozent konnten ihr Brutto-Monatsgehalt um mindestens 450 Euro steigern, 26 Prozent sogar um 750 Euro und mehr. „Ein Meister, zum Beispiel im Bereich Chemie oder Metall, verdient oft mehr als so mancher Akademiker“, stellt Taudt fest.

Betriebliche Aus- und Weiterbildung schaffe zudem berufliche Sicherheit. „Wer eine betriebliche Ausbildung absolviert hat, läuft viermal weniger Gefahr arbeitslos zu werden, als Personen ohne Abschluss.“ Auf der Ebene der Fachwirte und Industriemeister liege die Arbeitslosenquote bereits seit einigen Jahren unter der von Akademikern.

Hintergrund: Prüfungen in der Aus- und Weiterbildung gehören zu den Kernaufgaben der IHK Nord Westfalen. Jedes Jahr stellen sich rund 10 000 Auszubildende in der Region der IHK-Abschlussprüfung. Die vielfältige Palette der von der IHK durchgeführten Prüfungen umfasst über 150 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Die Spannbreite reicht vom Automobilkaufmann über Industriekaufmann bis zum Zerspanungsmechaniker. Durchgeführt werden die Prüfungen von über 3 400 Fachleuten, die sich in 359 IHK-Prüfungsausschüssen ehrenamtlich engagieren. Sie sorgen für praxisnahe Prüfungen und leisten einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in der Region.

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2016-02-16 09:00
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