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Hilfe im Haushalt nicht nur für ältere Mieter

29.08.2009 | 08:00 Uhr

Bottrop. Bode ist Geschäftsführer der Gesellschaft für Bauen und Wohnen (ehemals Gemeinnützige). Seit dem 1. August bietet die Gesellschaft ihren Mietern in drei Stadtteilen haushaltsnahe Dienstleistungen zum subventionierten Preis an.

Wie sieht ihr Angebot aus?

Wir haben mit den sozialen Trägern Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt und dem Arbeiter-Samariter-Bund Kooperationsverträge abgeschlossen. Ihre Mitarbeiter kommen auf Wunsch unserer Mieter in den Stadtteilen Eigen, Stadtmitte und Boy ins Haus und helfen ihnen: Sie besorgen Lebensmittel, bieten ihre Begleitung an bei Wegen zu Ämtern oder Ärzten oder reinigen die Wohnung. Hintergrund des Projekts ist eine Anregung des kommunalen Arbeitskreises „Selbstständig Wohnen im Alter.”

Wie wird abgerechnet, und wem gilt ihr Angebot?

Für diese Dienste berechnen die Träger den Mietern 7 Euro pro Stunde. Wenn die Rechnung bei unserer Gesellschaft eingeht, stocken wir diesen Betrag vereinbarungsgemäß um jeweils 3 Euro pro Stunde auf. Dieses Angebot können nicht nur Ältere in Anspruch nehmen, sondern alle jene Mieter, die diese Dienstleistung brauchen - zum Beispiel nach einer Krankheit.

Wie ist die Resonanz?

Das wird sehr verhalten angenommen, aber wir haben nach den Erfahrungen in anderen Städten auch nichts anderes erwartet. Das braucht seine Zeit und muss sich herumsprechen. Wenn die ersten Nutzer ihren Nachbarn von positiven Erfahrungen berichten, wird das Interesse steigen, vermute ich. Es ist ja gut, wenn ein Mieter von diesem Angebot keinen Gebrauch machen muss, weil ihm vielleicht ein Nachbar hilft. Aber wo finde ich denn sonst noch jemanden, der einkaufen geht? Andere Dienstleister haben diese Angebote auch, aber dann wird es viel teurer. mls

Marie-Luise Schmand

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29.08.2009
20:01
Hilfe im Haushalt nicht nur für ältere Mieter
von Hans | #2

#1 spricht mir aus der Seele, grundsätzlich haben alle Rentner die Grundsicherung beziehen oder knapp darüber sind Anspruch auf zusatzleistungen von den hiesigen Sozialämtern auf Antrag.

Mit den sozialen Trägern Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt und dem Arbeiter-Samariter-Bund habe ich folgendes Problem, dass genau diese auch versuchen werden ihre Häuser mit diesen neuen Kunden zu füllen.

29.08.2009
18:48
Hilfe im Haushalt nicht nur für ältere Mieter
von may08 | #1

7 Euro die Stunde hört sich wenig an, ist jedoch für viele Menschen mehr, als sie für einen Tag zum Leben zur Verfügung haben.

Wenn man bedürftigen alten Menschen wirklich uneigennützig helfen will, dann sollte man sie, verdammt noch mal, über ihre Rechte aufklären.

Das ist aber leider etwas, was viele Kommunen versäumen, weil es Geld kosten würde.

Nicht jeder muss dieses Angebot unbedingt aus der eigenen Tasche bezahlen. Unter bestimmten Voraussetzungen greift hier auch die Einrichtung eines persönlichen Budgets dass, je nach Bedarf, von unterschiedlichen Trägern finanziert werden muss. Anstatt armen Leuten die letzten Schröpen aus der Tasche zu leiern, sollten Sie eine umfassende Aufklärung betreiben, denn Sie wollen mit dieser Aktion schließlich Mieter an sich binden, weil sie Probleme bei einer Neuvermietung auf sich zukommen sehen, wenn die alten Menschen ins Altenheim gehen.

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