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Hier haben Mediziner für Kinder viel Zeit

07.01.2016 | 18:24 Uhr
Hier haben Mediziner für Kinder viel Zeit
Die Kinderärztin Dr. Martina Koch arbeitet seit 2012 im Bottroper Gesundheitsamt.Foto: Lutz von Staegmann

Bottrop.   Bei der Mütterberatung im Bottroper Gesundheitsamt erfahren Eltern so ziemlich alles über die Entwicklung ihrer Kleinen.

Die Mütterberatung ist etwas aus der Mode gekommen. Die Zeiten, da sich im Gesundheitsamt lange Warteschlangen auf dem Flur gebildet haben, sind lange vorbei. Das bedauert die Kinderärztin Dr. Martina Koch, denn: „Der Beratungsbedarf ist immer noch da. Ich halte das Angebot nicht für antiquiert.“

Gerade heute – in Zeiten der Kleinfamilie – würden nach Einschätzung der Kinderärztin eigentlich vielmehr Ratgeber gebraucht als früher: „Früher hat die ganze Familie das vielmehr aufgefangen.“ Rat und Hilfe suchen und finden junge Eltern heutzutage gerne im Internet, allerdings auch in Krabbel- und Spielgruppen und vor allem Dingen bei den Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt.

In festgelegten Abständen müssen die Kinder dem Arzt vorgestellt werden. „Die Vorsorgeuntersuchungen gibt es erst seit 1979“, erzählt Dr. Koch vom Gesundheitsamt. Bis dahin hatte diese Funktion in gewisser Weise die Mütterberatung. Bei den Vorsorgeuntersuchungen erfahren die Eltern heute alles über Gesundheit und Entwicklung ihres Kindes. Allerdings: „Der Kinderarzt in der Praxis hat natürlich nicht so viel Zeit wie die Mütterberatung. Hier bei uns können auch viele Fragen beantwortet werden.“

Die Mütterberatung wird durchgeführt von sozialmedizinischen Assistentinnen (SMA), die die Zusatzqualifikation Sozialmedizin haben. Sie ziehen die Kinder aus, wiegen und messen sie und kontrollieren ihre Entwicklung. Bei der Mütterberatung im Gesundheitsamt kann bei Bedarf auch die Kinderärztin hinzugezogen werden, die die Kinder dann komplett untersucht. Stellt die Ärztin Erkrankungen oder Auffälligkeiten fest, kann sie zwar keine Medikamente verschreiben oder Therapien verordnen, den Eltern aber Empfehlungen geben und einen Bericht an den behandelnden Kinderarzt schicken.

Säuglinge und Kleinkinder

Mit welchen Fragen kommen die Eltern in die Mütterberatung? Sie kommen vor allen Dingen dann, wenn sie unsicher sind, ob sich ihr Kind normal entwickelt oder wenn sie Fragen zur Ernährung ihre Kindes haben. Manche holen sich in der Mütterberatung auch eine „zweite Meinung“ zu der des behandelnden Kinderarztes ab. „Kunden“ der Mütterberatung sind häufig auch Mütter und Väter, die die „Frühe Hilfen“ für Eltern in belasteten Lebenslagen nutzen.

Zur Mütterberatung muss man sich nicht anmelden, man kann einfach zu den jeweiligen Terminen hinkommen. Es können Kinder jeden Alters vorgestellt werden, überwiegend sind es jedoch Säuglinge und Kleinkinder. Für die Eltern steht auch viel Informationsmaterial zur Verfügung. Die Mütterberatung findet jeden Donnerstag von 10 bis 11 Uhr im Gesundheitsamt (Raum 014) an der Gladbecker Straße 66 statt. Außerdem gibt es Termine außerhalb. Im Januar finden sie statt am Dienstag, 12. Januar, von 14 bis 15 Uhr im Kindergarten Röttgersbank 8; am Montag, 25. Januar, ab 14.30 Uhr im Familienzentrum „Rappelkiste“ am Borsigweg 2; am Dienstag, 26. Januar, von 14 und 15 Uhr im Familienzentrum „Hand in Hand“, Zum Prosperpark 1. Telefon 02041/70-3524 oder 70-3530.

Ute Hildebrand-Schute

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