Hehlerei-Prozess endet mit Freispruch für drei Angeklagte

Am Bottroper Amtsgericht fand die Verhandlung gegen die drei Angeklagten statt, denen Hehlerei vorgeworfen wurde.
Am Bottroper Amtsgericht fand die Verhandlung gegen die drei Angeklagten statt, denen Hehlerei vorgeworfen wurde.
Foto: Labus / FUNKE Foto Servises
Die Tat konnte den Männern nicht nachgeweisen werden. Aber, so der Vorsitzende Richter in Bottrop, viele Fragen „bleiben nach der Beweisaufnahme“.

Bottrop..  Die drei Angeklagten, D., sein Sohn S., und H., mussten sich Mittwoch wegen Hehlerei vor dem Amtsgericht verantworten.

In der Werkstatt-Halle, die D. gemietet hatte, stellte die Polizei im Juni 2013 morgens ein Auto sicher, das in der Nacht zuvor in Belgien gestohlen worden war. In dem Auto war ein Ortungsgerät, das die Polizei dorthin geführt hatte. Sie traf D. und H. und D. in der Halle an. Ein Zeuge wollte auch S. gesehen haben.

Der gestohlene Sprinter sei zu diesem Zeitpunkt bereits „ausgeschlachtet“ gewesen, erklärten die Polizeibeamten, die als Zeugen geladen waren. Sie hätten einen Fußabdruck von H. in dem gesäuberten Wagen gefunden.

Die Angeklagten wiesen die Anklagepunkte zurück. Sie hätten nicht gewusst, dass dort ein gestohlenes Auto ausgebaut wurde. „Ich habe die Halle untervermietet“, so D.

Den Mietvertrag mit „den Jungens“ – es sollen Albaner gewesen sein – habe P., der in der Halle unentgeltlich half, auf Bitte von H. aufgesetzt. P. erklärte, die „Untermieter“ hätten den Vertrag aber weder unterzeichnet, noch abgeholt.

Zum Fußabdruck erklärte H., er sei morgens in die Halle gekommen und habe in das ausgeschlachtete Auto geguckt. Daher der Fußabdruck. Das Gericht sprach die Angeklagten vom Vorwurf der Hehlerei frei. „Es bleiben nach der Beweisaufnahme aber viele Fragen“, so der Vorsitzende Richter Eckhard Meierjohann. So bleibe ungeklärt, wie das Auto in die Halle kam, wer es ausgenommen und ob es die Untervermietung wirklich gegeben habe.