Haus Dingsda wird doppelt genutzt
22.03.2011 | 17:08 Uhr 2011-03-22T17:08:00+0100
Bottrop. Das Haus Dingsda auf dem Hof der Rheinbabenschule, bisher Standort eines offenes Angebots des Jugendamtes für die Kinder im Eigen, soll ab April auch Streetworker Claas Trippe als Büro dienen.
Der 80 qm große Container ist keine Ideallösung für diese Doppel-Nutzung. „Das passt nicht so gut zusammen, es ist eigentlich ein typisches Kinderhaus“, weiß Jugendamtsleiter Martin Notthoff. Aber der Streetworker solle dort auch keinen Standort der Jugendarbeit mit viel Publikumsverkehr aufbauen, er brauche vielmehr einen Raum, um dort Schreibtisch und Computer unterzubringen, „er muss an seinen Bürotagen erreichbar sein.“
Im Hintergrund dieses Vorschlags, den Notthoff am Donnerstag dem Ausschuss für Jugendhilfe vorstellt, stehen Veränderungen: Personelle bei der Kinderarbeit auf dem Eigen und räumliche für den Streetwork-Standort. Die Mitarbeiterin des Jugendamtes, die das Haus Dingsda bisher täglich betreute, scheidet aus Altersgründen aus, und wegen der Besetzungssperre bei dieser Altersteilzeitregelung kann die Stelle nicht besetzt werden. Daher wird das Angebot ab April reduziert und mit Honorarkräften an drei Wochentagen fortgesetzt. Das Jugendamt hält diese Einschränkung für vertretbar, da der offene Ganztag der Rheinbabenschule viele Kinder nachmittags auffange und beschäftige.
Für Streetworker Claas Trippe hätte das Jugendamt einen neuen Standort suchen müssen, denn die Gesellschaft für Bauen und Wohnen (GBW) hatte die Wohnung an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße gekündigt, weil das Haus abgerissen werden soll. Seit einigen Jahren hat Trippe dort Kontakt zu den Jugendlichen im Quartier aufgebaut, und die Situation, die 2004 und 2005 zu Konflikten mit anderen Mietern geführt hatte, habe sich deutlich entspannt, erklärt Notthoff. Die GBW hätte eine andere Wohnung vermittelt, unter der Bedingung, dass der Streetworker auch in seinem neuen Quartier für die Mieter der Gesellschaft ein kontinuierliches Angebot aufbauen werde: Dies verbindlich zuzusagen, erklärt Notthoff, sei nicht möglich gewesen.
Daher hat das Jugendamt einen anderen kostenneutralen Standort gesucht, und ihn auf dem Eigen im nicht mehr ausgelasteten Haus Dingsda auf dem Schulhof gefunden.
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