Hauptschule Welheim steigt in Pilotprojekt ein

Schuldezernent Paul Ketzer (vorn links) mit Kollegen aus der Emscher-Lippe-Region bei der Auftaktveranstaltung in Recklinghausen.
Schuldezernent Paul Ketzer (vorn links) mit Kollegen aus der Emscher-Lippe-Region bei der Auftaktveranstaltung in Recklinghausen.
Foto: Stadt Bottrop
Was wir bereits wissen
Elf- bis 13-Jährige erhalten in kleinen Gruppen zusätzliche Unterstützung, um ihre späteren Chancen auf einen guten Beruf zu verbessern.

Bottrop..  Weil die Hauptschule Welheim den Kindern schon immer zusätzliche und außergewöhnliche Angebote machte, wurde sie für ein Pilotprojekt ausgewählt. Es heißt „Lebenswelten aktiv gestalten“ und richtet sich ausschließlich an Schüler in der Emscher-Lippe-Region. Denn mit dem Ende des Bergbaus 2018 wird sich die Lage am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt noch einmal deutlich verändern. Landesregierung und RAG-Stiftung wollen deshalb bereits die Schüler in den fünften bis siebten Klassen, also im Alter von etwa elf bis 13 Jahren, gezielt unterstützen.

Die Mittel des Projekts „Lebenswelten aktiv gestalten“ kommen aus dem Europäischen Sozialfonds und der RAG-Stiftung. An den ausgewählten Schulen erlauben sie die Bildung kleiner, fünfköpfiger Gruppen. In ihnen wird zunächst ermittelt, wo die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder liegen, um gezielt zu unterstützen. Auf diese Weise sollen ihre Persönlichkeiten und ihre sozialen Fähigkeiten gestärkt werden, was später die ersten Schritte in den Beruf erleichtert. Das Programm will den Schüler und seine Neigungen in den Mittelpunkt stellen, um Schulmüdigkeit, Versagen oder auch Schulabbrüchen zu begegnen. An diesen Aspekten wird sich der Erfolg des Modellprojekts später messen lassen müssen. Angesprochen werden übrigens alle Schüler; es gibt keine Auswahl besonders förderbedürftiger Kinder.

Die Auftaktveranstaltung des Projektes fand am Freitag in Recklinghausen statt, wo Bottrops Schuldezernent Paul Ketzer die Auswahl der Grundschule Welheim auch damit begründete, dass sie „mit der Evangelischen Kirche einen Kooperationspartner für den Ganztagsbereich hat, der zuverlässig und qualifiziert bei diesem Vorhaben unterstützen kann.“

Hoffnung auf Nachhaltigkeit

Hauptschulleiterin Elke Rosner hofft, dass dem Projekt eine dauerhafte finanzielle Förderung der Schule folgt. „Denn so optimale Rahmenbedingungen für unsere Kinder hat es trotz aller Anstrengungen bisher nicht gegeben.“