Harter Aufschlag: Pacht für Tennisvereine zum Teil verzehnfacht
04.09.2012 | 15:21 Uhr 2012-09-04T15:21:00+0200Bottrop. Die Pachtverträge einiger Tennisvereine sind annähernd 40 Jahre alt und wurden seitdem nicht mehr verändert. Das Sparpaket der Verwaltung sieht jetzt vor, die Pachten anzuheben. Weil zeitgemäße Beträge gefordert werden sollen, kommt auf die Vereine mit einem Schlag ein erheblicher Kostenanstieg zu.
Beim letzten Frühschoppen der Bottroper Tennisvereine erläuterte ÖDP-Ratsherr Klaus Dobrindt die Sparvorschläge. Er ist zudem Vorsitzender des Betriebsausschusses Bottroper Sport- und Bäderbetrieb. Dobrindt wies auf den Kostenanstieg hin, der in der bisher geführten Diskussion noch keine Beachtung fand. Er wird erst in der kommenden Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschusssitzung behandelt.
„Insgesamt neun Tennisvereine betreiben ihre Anlage auf Grundstücken, die sie von der Stadt gepachtet haben. Die Verträge stammen aus den 70er und 80er Jahren und sind seitdem nicht angepasst worden. Dieses soll jetzt nachgeholt werden“, erläuterte Dobrindt.
Doch sei die zu erwartende Erhöhung unverhältnismäßig hoch. „Während es in allen Bereichen bei Erhöhungen üblich ist, sie in moderaten Schritten auszuführen, droht den betroffenen Tennisvereinen die schlagartige Vervielfachung ihres Mietzinses.“ In einem Fall bedeute soll ein Tennisverein, der heute um die 350 Euro pro Jahr an die Stadt bezahlt, demnächst fast 3500 Euro an die Verwaltung überweisen.
„Tennisvereine sind durch die Tatsache, dass sie ihre Sportanlagen selbst unterhalten, gegenüber Vereinen, die städtische Anlagen nutzen, ohnehin schlechter gestellt. Eine derartige Erhöhung werden nicht alle Vereine verkraften“, befürchtet Dobrindt.
Klaus Bürger, Mitglied des Bottroper Sportbundes und Fachschaftsleiter für den Bereich Tennis: „Grundsätzlich habe ich Verständnis für die Sparbemühungen der Stadt. Um politisch handlungsfähig zu sein, ist der Beitritt zum Stärkungspakt okay. Wenn jedoch im Einzelfall die Existenz eines Vereines gefährdet ist, frage ich mich, ob diese Maßnahme dann die richtige ist.“ Gegen einen Beitrag der Sparbemühungen durch die Tennisvereine sei nichts einzuwenden. Es müsse sich jedoch an den Möglichkeiten der Vereine orientieren.

22:46
vor allem soll man die Start- und landegebühren auf Schwarze heide ver100-fachen!
Das bringt Geld! Und vor allem von denen, die es auch übrig haben!
20:13
Interresant ist die Aussgae von Frau Dominas im Artikel auf dieser Siete zur Schulfinanzierung:
ÖDP-Sprecherin Marianne Dominas sagte auch explizit zu, dass ihre Partei eine Alternative für jede einzelne Einsparung benennen werde, die die ÖDP nicht gutheißt
Wäre ja auch mal eine Aufgabe für ihren Kollegen Dobrindt. Er könnte ja mal darstellen, wo man die Fehlbeträge herholt, die entstehen, wenn man die Pachten bei den Tennisvereinen nicht erhöht.
19:34
Frage: Welche Vereine sind denn betroffen - mit welchen Vereinsmitgliedern?
Es gibt ja durchaus auch sehr finanzkräftiges Klientel in einigen Vereinen - da dürfte eine Erhöhung als "peanuts" eingeordnet werden.
Aber wie bei allem muss man differenzieren - nicht alle über einen Kamm scheren.
Zumindest wird ihnen der Platz doch nicht weggenommen - wie anderen Sportvereinen.
19:15
Zitat WAZ 21.02.2012 ÖDP stimmt Stärkungspakt zu:
ÖPD: Um das notwendige Sparvolumen zu erreichen, stellt sich die ÖDP Haushaltsverbesserungen … vor. Einnahmeverbesserungen müssten … stattfinden, hier blickt die ÖDP auf … sowie Mieten und Pachten.
Für Kleingärtner wurden die Pachten auf städt. Flächen m.W. bereits erhöht, die pflegen neben ihrer Scholle auch die Wege und Anlagen in Pflichtstunden. Wer das nicht kann / will, zahlt an den Verein.
Erhöhungen für Tennis-Vergnügen soll nicht gehen? 350 E bei vermuteten 100 Mitglieder heißt 3,50 E im Jahr, 3500 E heißt 35 E im Jahr pro Mitglied, meist für 4 - 6 Plätze. Die Kleingartenscholle ist etwa so groß wir ein Tennisplatz.
40 Jahre keine Erhöhung - 10 Jahre nachfordern, aber schnell! Die Hobbys anderer Leute werden auch nicht durch städtische Gelder subventioniert.