Gruß von Patenonkel Horst
20.06.2007 | 09:03 Uhr 2007-06-20T09:03:28+0200Bundespräsident Köhler übernimmt die Ehrenpatenschaft für das siebte Kind von Familie Gardyan.Weniger wäre ihr auch recht gewesen, aber: "Was sich ankündigt, wird genommen", erklärt die Mutter
Gäbe es in Deutschland mehr Mütter wie Beatrix Gardyan, dann hätten die Rentenpolitiker weniger Kummerfalten wegen der alternden Gesellschaft im Gesicht. Sechs Töchter und Söhne hatte sie schon zu Welt gebracht, als sich im Juni 2006 die kleine Nika ankündigte. Als Ehrenpate für das siebte Kind lässt sich der jeweilige Bundespräsident in die Pflicht nehmen. Horst Köhler als Wahlverwandtschaft, sozusagen: "Das ist doch etwas Schönes für die Kleine", überlegte die 38-jährige Mutter. "Nicht jedes Kind hat einen prominenten Patenonkel." Diese Vorstellung ließ die Einjährige gestern unbeeindruckt, als Bürgermeister Klaus Strehl der Mutter die Patenschafts-Urkunde überreichte. Und immerhin, Patenonkel Horst gibt seinem Bottroper Schützling 500 Euro mit auf den Lebensweg. Klaus Strehl nutzte die Begegnung mit den Eltern für eine direkte Frage: "Wollen sie denn jetzt weitermachen, kindermäßig?"
Aber es geht nicht um den Vorsatz. "Was sich ankündigt, wird auch genommen", erklärt Beatrix Gardyan ihre Philosophie. Sie ist gern Mutter, auch beim siebten Kind; hätte sie "nur" drei oder vier, wäre es den Eltern im Übrigen recht gewesen. Sie kann auch jede Mutter verstehen, "die sich nur ein oder zwei anschafft." Aber ihre persönliche Entscheidung war eben eine andere.
Als vor 20 Jahren der älteste Sohn Marcel geboren wurde, lebte das Ehepaar noch in einer Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung an der Essener Straße. Mit Sascha (heute 16) und Julia (10) wurde es dort eng, und dann sandte Geena (9) erste Lebenszeichen. Die Familie zog um in eine Haushälfte an der Huyssenstraße, breitete sich in den Räumen aus und rückte anschließend wieder zusammen, um Platz zu schaffen für Chiara (7), Gillian (5) und Horst Köhlers Patenkind. Nun ist der Raum wieder zu knapp, aber die Familie hat sich damit arrangiert. Was auch daran liegen mag, dass Vater Detlef sich zum Schlafen klaglos auf der Couch im Wohnzimmer zusammenrollt und die drei älteren Mädchen ein Zimmer teilen.
Ein Haushalt mit neun Köpfen muss durchorganisiert sein, sonst droht das Chaos. Beatrix Gardyans Tag beginnt um 5.45 Uhr; ihr Ehemann ist dann bereits aus dem Haus und arbeitet auf Prosper-Haniel. Nach dem Frühstück bringt sie mit dem Wagen drei Kinder zur Schule und den Fünfjährigen in den Kindergarten, "alles mit Nika im Schlepptau". Danach beginnt das Routineprogramm: Drei Maschinen Wäsche, Aufräumen, Einkaufen für das Mittagessen, Kochen. Auf Großeinkäufe verzichtet die 38-Jährige, die lieber täglich ins Geschäft geht: "Ich verlier' sonst den Überblick." Ein paar Liter Milch, ein Brot, ein Paket Toast und etliche Literflaschen Sprudel sind jedoch Standardmengen.
Wenn die Eltern die jüngeren Kinder wieder abgeholt habe, isst die Mutter mit ihnen ("wir passen sowieso nicht allen an den Tisch") und hat anschließend ein Auge auf die Hausarbeiten. Anschließend gehen die Kinder zum Spielen nach draußen, "und wenn ich Glück habe, kann ich die Beine ausstrecken." Der anstrengendste Teil des Tages ist überstanden.
Die Bottroperin hat nicht das Gefühl, ihr eigenes Leben komme zu kurz. Sie erinnert sich an einen Tag, als ihr Mann mit den Kindern zum Spielplatz ging: Das Haus war plötzlich still, und sie war allein. "Ich hätte soviel machen können. Aber ich habe nur gewartet." "Wenn ich Glück habe, kann ich die Beine ausstrecken"
14:26
haii wie gehts??ich bin julia gardyan ich bin auch von der familie ,ich bin jetzt 13 jahre.lol!!
14:24
haii ich bin chiara von der familie gardyan ich bin jetzt 10!!!
19:11
cool ich bin nämlich die tochter geena