Grundstein für Freifall-Trainingscenter gelegt
20.05.2008 | 13:29 Uhr 2008-05-20T13:29:00+0200Windtunnel-Anlage am Fuße der Alpincenter-Halde soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Speaktakuläre Inszenierung in bester Jochen-Schweizer-Manier
Der Traum vom Fliegen in seiner ursprünglichsten Form, ganz ohne technische Hilfsmittel – demnächst soll er wahr werden: in Bottrop, am Fuße des Alpincenters, in der größten Windtunnel-Anlage Europas. Am Dienstag wurde der Grundstein gelegt.
Dabei ist „gelegt” eigentlich das falsche Wort für die fulminante Action-Show, in deren Verlauf der Grundstein nebst Mini-Fallschirm und aktueller WAZ-Ausgabe in der – zur Zeit eher noch tristen – Baugrube versenkt wurde.
Der Mann, der das Spektakel – inclusive eines Fallschirmspringer-Intermezzos – inszeniert hat, ist Jochen Schweizer, passionierter Abenteurer und professioneller „Traum-Verwirklicher”. „Ich will den Menschen Erlebnisse näher bringen”, sagt Schweizer, der mit seinen acht Unternehemn vom Bungee Jumping über Wildwasser-Floßfahrten bis zum Kettensägen-Schnitzen alles anbietet, was für eine ordentliche Adrenalin-Ausschüttung sorgt.
Mit der Trainingsanlage für den freien Fall betritt aber auch Schweizer, der selbst schon mehr als 1000 Fallschirmsprünge absolviert hat, Neuland. Von Zurückhaltung freilich keine Spur. „Ab Dezember wird in Bottrop geflogen”, verspricht der 50-Jährige, der „vom Erfolg der Anlage überzeugt” ist.
Für das Bottroper Projekt haben die „Jochen Schweizer Projects AG” und die „done-sports GmbH” gemeinsam die „Indoor Skydiving Germany GmbH” gegründet. Deren Geschäftsführer Boris Nebe istmit 6000 Fallschirmsprüngen nicht nur ein ausgewiesener Freifall-Experte, sondern als Helikopter- und Airbus-Pilot auch mit allen Aspekten der Aerodynamik bestens vertraut. Nebe erklärt die Vorzüge des Windtunnels: „Bei einem Fallschirmsprung aus 4000 Meter Höhe befindet man sich höchstens 50 bis 60 Sekunden im freien Fall. Im Windtunnel ist die Freifall-Zeit quasi unbegrenzt”. Und Jochen Schweizer ergänzt: „Hier gibt es nicht nur optimale Trainingsbedingungen für Fallschirmspringer. Unsere Anlage ermöglicht es jedem Menschen, den freien Fall zu erleben. Und das ohne die Risiken eines echten Fallschirmsprungs.”
Bürgermeister Hans Schürmann, betonte, dass er als Politiker den ,freien Fall' zwar zunlichst zu vermeiden suche, er sich aber darüber freue, dass dieses Projekt in Bottrop verwirklicht werde. Die Stadt sei sehr an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit interessiert.
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