Grüne und DKP werben für Einspruch gegen A52

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Bottrop..  In der Nachbarstadt Gladbeck liegen die Pläne für das Teilstück der A52 auf Gladbecker Gebiet aus. Es geht dabei um das Teilstück von der Stadtgrenze Bottrop bis zum Anschluss an die A 2 in Wittringen. Diese Offenlegung ist Teil des Planfeststellungsverfahrens für dieses Autobahnstück. Grüne und DKP, die gegen den Ausbau der Bundesstraße zur Autobahn sind, rufen auch Bottroper dazu auf, gegen die Pläne Einsprüche anzumelden. Das ist noch bis zum 20. Februar möglich.

Grüne und DKP sprechen im Bezug auf das nun angelaufene Planverfahren in Gladbeck von „Salamitaktik“. Damit solle der Druck für weitere Ausbaustufen Richtung Bottrop und Essen erhöht werden, kritisieren die Grünen in einer Pressemitteilung. Ähnlich sieht es die DKP. Sie teilt mit: „Mit der Planfeststellung für das Gladbecker Teilstück soll der Druck erhöht werden, dass auch das bisher ruhende Verfahren zur Planfeststellung der A 52 auf Bottroper Gebiet abgeschlossen wird.“

Beide Parteien verweisen auf den Bürgerentscheid in Gladbeck. Darin, so die Auffassung von Grünen und DKP, hätten sich die Gladbecker gegen den Autobahnbau auf ihrem Stadtgebiet entschieden. Das nun doch das offizielle Verfahren läuft, sehen beide Bottroper Parteien als Missachtung des Bürgerwillens.

Die Grünen verweisen darauf, dass mehrere angesehen Organisationen wie der Bund für Umwelt und Naturschutz, der Verkehrsclub Deutschland, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Naturschutzbund (NABU) die Pläne scharf kritisieren. Angesichts des hohen Investitionsbedarfs gebe es keinen Grund, knappes Geld aus dem Fenster zu schmeißen, so die Grünen. Und auch die DKP legt sich fest: „Bottrop braucht keine vierte Autobahn in seinem Stadtgebiet.“ Zu sehr würden Bürger unter der verbreiterten Trasse und dem Lärm leiden.

Einen Mustertext für einen Einspruch gibt es unter: www.a52stoppen.de