Grubengas aus Grafenmühle wärmt die Stadt

Für das Bergwerk Prosper-Haniel ist Grubengas ein Risiko, für den Essener Energiekonzern Steag ist es ein lohnender Rohstoff. Bereits seit langer Zeit macht die Steag aus dem Grubengas Strom Seit April letzten Jahres betreibt sie mit dem an der Grafenmühle gewonnenen Grubengas ein erweitertes Blockheizkraftwerk, das Fernwärme ins Steag-Netz einspeist.

Im August 2013 hatten Steag Fernwärme, Steag New Energy und RWE Power damit begonnen, eine drei Kilometer lange Grubengasleitung von Schacht 9 an der Grafenmühle zwischen den Halden Haniel und Schöttelheide zum Bergwerk an der Fernewaldstraße zu bauen. Im Dezember begann der Probebetrieb der neuen Anlage, seit April läuft sie im Regelbetrieb. 2,5 Millionen Euro hat die Mingas-Power, eine Tochter von Steag und RWE, in die Erweiterung des Blockheizkraftwerkes investiert. Für die Essener Steag war dieses Projekt bereits das sechste Projekt im Rahmen von „Innovation City“.

Die Grubengasverwertung macht wirtschaftlich Sinn und dient dem Klimaschutz. Das Gas tritt auch in stillgelegten Bergwerken aus. Kommt es unkontrolliert an die Oberfläche, kann es gefährlich werden. Der Methan-Anteil im Grubengas ist für das Klima um den Faktor 21 schädlicher als das als „Klimakiller“ geschmähte Kohlendioxid. Die Steag rechnet vor, ihre Grubengasverwertung in NRW habe die Atmosphäre 2013 um 2,7 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente entlastet.