Großkalibriger Revolver neben in Bottrop erschossenem Bandido gefunden
31.05.2012 | 15:41 Uhr 2012-05-31T15:41:00+0200
Bottrop/Essen/Oberhausen. Im Fall des in Bottrop erschossenen Bandidos haben die Ermittler möglicherweise eine erste Spur: In unmittelbarer Umgebung des Mannes wurde im Gebüsch eine großkalibrige Schusswaffe entdeckt. Ob es sich um die Tatwaffe handelt, ist noch nicht klar. Der Revolver wird nun vom Landeskriminalamt untersucht.
Möglicherweise hat die Staatsanwaltschaft Essen im Fall des in Bottrop erschossenen Bandidos eine erste Spur. Staatsanwalt Joachim Lichtinghagen bestätigte gegenüber der WAZ Mediengruppe, dass in etwa ein bis zwei Metern Entfernung von der Stelle, an der der tödlich verletzte Bandido am Dienstag entdeckt worden war, ein großkalibriger Revolver gefunden worden ist. Die Waffe habe im Unterholz des mit Gras überwucherten Weges, der hinunter zur Boye führt, gelegen. Ob es sich um die Tatwaffe handelt, wird nun beim Landeskriminalamt untersucht. Bis zu einem Ergebnis werde es einige Tage dauern, erklärte Lichtinghagen.
Der Deutsche Bandido-Club gedenkt auf seiner Homepage im Internet seines Mitglieds „Hannes“. Eine kurze Meldung auf der Homepage zeigt es an: „RIP BANDIDO HANNES 1%er Dinslaken Chapter“ - Ruhe in Frieden, Bandido Hannes von der Gruppe Dinslaken. Der 49-jährige Rocker wurde an der Stadtgrenze zu Gladbeck erschossen . Ein Autofahrer fand den Mann neben seinem Motorrad, einer Harley Davidson, liegen und verständigte Polizei und Notarzt. Der Mann starb noch an der Fundstelle, trotz ärztlicher Hilfe.
Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermittelten weiter. Am Mittwoch hatten die Ermittler erklärt, dass die rivalisierenden Hells Angels nach dem Vorfall keineswegs unter Generalverdacht stünden . Der Tatort an einem Waldstück an der Horster Straße in Bottrop wird weiter untersucht. Staatsanwalt Lichtinghagen bittet noch einmal darum, dass mögliche Zeugen sich bei der Polizei melden. Hinweise nimmt jede Dienststelle entgegen. Lichtinghagen: „Die Schüsse fielen gegen 7.40 Uhr. Es müsste jemand gehört haben. Vielleicht Autofahrer oder Anwohner der Horster Straße/In der Boymannsheide.“
Unter „stetiger Beobachtung“
Während die Duisburger Polizei erklärte, die Rocker-Vereinigung nun verschärft im Blick zu behalten , geben sich die Beamten in Essen fast betont gelassen. Der Tod des Bandidos in Bottrop habe nicht zur Folge, dass nun „besondere Maßnahmen“ ergriffen werden, heißt es auf Anfrage in der Pressestelle der Essener Polizei. Vielmehr stünde die Rocker-Vereinigung ohnehin unter „stetiger Beobachtung“. Zu weiteren Details über Größe und Einfluss der Bandidos in Essen wollte sich der Sprecher auch unter dem Verweis auf schwebende Verfahren nicht äußern.
Aufsehen hatten die Bandidos in Essen zuletzt Anfang Mai erregt. Zum „Bandido Run Event“ nach Borbeck kamen damals aber nur etwa halb soviel wie die erhofften 500 Gäste .
Bandidos beobachten ja, eingreifen nein – so lässt sich die auch die Reaktion der Oberhausener Polizei auf den möglichen Mord beschreiben: Man sei aber „hochsensibilisiert“ und werde die Rockergruppe, ihr Vereinshaus an der oberen Marktstraße und ihre sonstigen Immobilien weiterhin „intensiv beobachten“, versicherte ein Sprecher der Polizei, besonders zu den regelmäßig stattfindenden Treffen der Motorrad-Rocker. Über genaue Maßnahmen sowie die Standorte der beobachteten Gebäude gibt es jedoch keine Auskunft. Man sei in Kontakt und habe die Bandidos „sehr wohl im Auge“, beschwichtigt der Polizei-Sprecher.

18:13
Wieso wenn sie scheinbar niemand gehört hat? Und wieso Mehrzahl? Meist wird von einem Schuss geschrieben auch wg. der Theorie Selbstmord? Gibt es mehrere leer geschossene Hülsen im Revolver? Hat der Mann eine oder mehrere Schusswunden? Hat man überhaupt Projektile gefunden? Passt die Wunde/n zu der Waffe wenn keine Projektile gefunden wurden? Hat er Schwauchspuren an den Händen ? Was markieren die Vielzahl der gelben Hütchen? Was hat der Spürhund eingeflogen aus Thüringen finden sollen? Hat der Mann sich aus dem Wald noch zur Straße geschleppt? Sah jemand die Maschine ohne Körper daneben? Oder wurde alles dort abgelegt, abgestellt?
23:56
Im Moment passieren auffällig viele Dinge im "Rockermilieu". Und auffällig viel wird zur Zeit mit dieser Klientel in Zusammenhang gebracht. Wer ein wenig vom politischen "Geschäft" versteht wird erkennen, dass hier einerseits ein vereinendes Feindbild geschaffen wird und andererseits der Eindruck, dass die Verantwortlichen etwas für die Sicherheit der Bevölkerung tun.
Soll hier etwa außerdem von wesentlichen Dingen abgelenkt werden? Stichwort Finanzkrise...verschleierte Arbeitslosigkeit etc.?
Mir persönlich reicht es, wenn der Täter ermittelt wird, der den Motorradfahrer getötet hat. Und wenn es ein Suizid war, dann geht mich das Motiv einen ****** an. Ebensowenig die Lebensumstände des Mannes und wo er gearbeitet hat.
Tragisch genug, wenn ein Mensch stirbt. Schäbig aber ist das Instrumentalisieren.
08:03
Entweder die WAZ oder die Polizei wollen uns doch wieder ein Bonbon an die Backe kleben.Die Waffe liegt 1 bis 2 Meter neben dem Opfer und die brauchen 48 Stunden um die zu finden?Grandios!
In anderen Medien die nicht so eng mit dem jetzigen NRW Innenminister verbunden sind wurde das Opfer auch ganz anders beschrieben.Er war nicht vorbestraft und hatte eine feste Arbeitsstelle bei einem der "grossen Energieversorger".Das passt aber wohl nicht in das Feindbild das der Minister von den Rockern aufbauen will.Er will sich vor der Wahl als Retter der Menschheit darstellen.Da gibt es ganz andere Zecken um die er sich mal kümmern könnte.
07:58
Als ich neulich da unterwegs war, habe ich diese großkalibrige Waffe ebenfalls im Gebüsch liegen sehen. die liegt da ständig herum :)))
Ich habe dann einfach die Bazooka mitgenommen, die an eine Raketenstartrampe angelegt war, weil mir das für meine Ziele sinnvoll erschien.
Das ist der Moment für das Sarkasmus-Schild!
20:05
Wer legt denn die Waffe in die Nähe hin? Doch nur einer der jemanden das in die Schuhe schieben will durch DNA Spuren, oder?
19:08
Traurig, traurig was eine Lokalredaktion von sich gibt.
Zitat:
...gefunden worden ist. Die Waffe habe im Unterholz des mit Gras überwucherten Weges, der hinunter zur Emscher führt,...
Zitat Ende:
Seid wann gibt es einen Weg von der Horsterstr. zur Emscher?
Die Anmerkung ist richtig. Es handelt sich um die Boye.
Wir haben den Fehler inzwischen korrigiert.
Stefan Kober
Redaktion DerWesten