Grippewelle rollt bisher an Bottrop vorbei

Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind typische Symptome einer Erkältung oder eines grippalen Infekts. Die „echte Grippe“ kommt seltener vor.Foto:Axel Heimken
Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind typische Symptome einer Erkältung oder eines grippalen Infekts. Die „echte Grippe“ kommt seltener vor.Foto:Axel Heimken
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Während andernorts im Revier sich die Artzpraxen füllen, stellen die Mediziner in dieser Stadt eine eher normale Zahl an Fällen fest.

Bottrop..  Über Deutschland rollt eine Grippewelle. In Bottrop hält sich die Zahl der Krankmeldungen in Grenzen. Während andernorts im Revier schon davon die Rede ist, dass das Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern betroffen ist, meldet etwa das Knappschaftskrankenhaus in Bottrop: „Zum Glück verzeichnen wir keine auffällige Häufung von Fällen.“ Sprecher Marcel Badura kann das sowohl für die Patienten als auch die Belegschaft der Klinik sagen.

In den Arztpraxen sieht es ähnlich aus: „Wir sind alle noch an Bord“, sagt Rita Volk, Medizinische Fachangestellte in einer Allgemeinarztpraxis. Das gesamte Personal habe sich im Vorfeld gegen die Grippe impfen lassen. Gegen einen grippalen Infekt, wie er zurzeit grassiert, schütze diese Impfung allerdings nicht.

Das Team der Praxis von Dr. Katrin Weinforth hat ebenfalls mit einer Schutzimpfung gegen die Grippe vorgesorgt: „Wir sind alle geimpft und achten auch bei unseren Patienten auf eine regelmäßige Auffrischung“, sagt Denise Sliwian, Medizinische Fachangestellte. „Fast alle unsere Patienten haben sich daher impfen lassen. Besonders die Risikogruppen“ - also chronisch Kranke, Asthmatiker, Menschen im Alter von über 60 Jahren, Schwangere und Kinder.

Risikogruppe Busfahrer

Nach Angaben der Ständigen Impfkommission (Stiko) ist eine Schutzimpfung gegen die Influenzaviren auch für Berufstätige ratsam, die viel mit Menschen in Kontakt stehen. Das gilt natürlich auch für die Fahrer von Bussen und Bahnen. Tatsächlich verzeichnet die Vestische einen erhöhten Krankheitsstand, wie Sprecher Norbert Konegen bestätigt. „Ich schätze, dass auch der ein oder andere Grippefall dabei ist“, sagt er. Einen Personalnotstand gebe es aber nicht. „Die Krankheitszahlen sind auch schon wieder rückläufig.“

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An den Schulen zeigt sich der Personalstand stabil. „Wir haben keine verstärkten Krankmeldungen, weder unter Schülern noch unter dem Personal“, sagt Markus Rotte, Konrektor der Adolf-Kolping-Schule. Auch am Vestischen Gymnasium seien die Zahlen nicht signifikant gestiegen, berichtet der stellvertretende Schulleiter Guido Saint-George. Anders an der Hauptschule Kirchhellen und am Josef-Albers-Gymnasium: Hier ist ein erhöhter Krankheitsstand unter Schülern und Lehrern zu verzeichnen. Der normalisiere sich aber schon wieder, heißt es bei den Schulleitungen.

Keine Seltenheit

Seit Anfang des Jahres steigt die Zahl der Grippeerkrankten in Deutschland - im Winter keine Seltenheit. Bisher liegen die labordiagnostisch gemeldeten Fälle noch unter dem Wert des Grippewinters 2012/2013. „In der achten Kalenderwoche wurden bundesweit 10 000 Krankheitsfälle gemeldet“, berichtet Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert Koch Instituts. Das seien knapp 500 mehr als in der Vorwoche - „ein nur geringfügiger Anstieg“, wie sie meint.