Grillen und Chillen: Doch für Nachbarn gibt es Grenzen des Zumutbaren

Bratwurstduft und Holzkohleschwaden sind nicht jedermanns Sache. Ein bisschen Rücksichtnahme auf die Nachbarn muss da schon sein. Darauf weist der Mieterschutzbund hin. Was also macht der Grillfreund in der Mietwohnung?

Claus Deese, Geschäftsführer des Mieterschutzbunds, kennt die Regeln: „Nach 22 Uhr sollte das Grillen eingestellt und auch auf die Lautstärke geachtet werden. Zieht Rauch in Gärten, auf Balkone oder sogar in die Wohnungen der Nachbarn, kann das eine Geldstrafe bedeuten.

Grillen auf Balkon oder Terrasse ist pauschal erlaubt, doch der Mietvertrag kann individuelle Vorschriften machen. Wer trotz Verbot grillt und sich auch über eine Abmahnung hinwegsetzt, riskiert die fristlose Kündigung der Wohnung. Solche Urteile gab es bereits.

„Richtig gefährlich und auch teuer wird es, wenn das Entzünden eines Grills zur Alarmierung der örtlichen Feuerwehr führt und diese belegen kann, dass eine Gefahr vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführt wurde“ sagt Deese. Letztlich sei es jedoch wie fast immer im Leben: Beachte man die jeweiligen Vorschriften und nimmt Rücksicht auf die Mitmenschen, stehe einem gelegentlichen Grillspaß mit Familie oder Freunden nichts im Wege. „Sprechen Sie vorab mit Ihren Nachbarn oder dem Vermieter und finden Sie gemeinsam Lösungen für einen gelungenen Grillabend“, rät Deese.