Graffiti und Jamsession zum Ruhr-Games-Start

Mit einem leisen Zischen ziehen die Spraydosen ihre Bahnen über die extra angebrachte Holzwand am Zaun des Jahnstadions. Und es braucht eine ganze Weile, bis langsam der Schriftzug „Ruhrgames“ zu erkennen ist. Doch nicht nur bei der Graffiti-Mitmachaktion waren die Besucher am Fronleichnamstag aufgefordert, selbst aktiv zu werden, auch am „Jamtruck“, einem mobilen Musikprojekt, gab es Gelegenheit sich auszuprobieren.

Der erste Tag der überregionalen Jugendspiele startete am Standort Bottrop eher ruhig. „Heute ist es hier sehr entspannt, das ist für die nächsten Tage sicherlich noch ausbaufähig“, erklärt Ruhr Games-Mitarbeiterin Jacqueline Worpenberg, die sich an diesem Tag um die Besucher und Teilnehmer vor Ort kümmert. Tatsächlich ist auf dem Gelände vor dem Jahnstadion von Aufregung eher wenig zu spüren, nur selten kommt ein Interessierter am Informationsstand vorbei. „Vielleicht liegt es ja an dem großen Angebot in den Nachbarstädten Essen, Oberhausen und Gladbeck, das parallel angeboten wird“, mutmaßt die junge Frau. Tatsächlich ist der Zuspruch rund um den Sportpark, trotz der sommerlichen Temperaturen, eher verhalten.

Besucher kommen zum „Jamtruck“

Am ehesten zieht es die Besucher zu einem Verkaufsstand mit Getränken, der in direkter Sichtweite zum Austragungsort des BMX-Wettbewerbes liegt. Dort parkt auch der „Jamtruck“. Das mobile Tonstudio samt Probenraum hat direkt gegenüber der Wettkampfstätte seine Position bezogen.

Doch statt lauter Musik regieren auch hier eher entspannte Töne. „Wir hatten heute morgen eine kleinere Gruppe für einen unserer Workshops hier und haben zusammen mit den Jugendlichen auch schon etwas eingespielt“, erzählt der Coach David Blaszkowski. Gemeinsam mit seinem Kollegen Andre Pittelkau hat er dabei einen kleinen Song aufgenommen, den er sogleich auf den Studiolautsprechern vorspielt. „Wir wollen die Jugendlichen dazu bringen, selber Musik zu machen. Eigentlich ist es genau das, was wir hier den ganzen Tag so machen“, sagt Blaszkowski über seine Tätigkeit. Die Jugendlichen sollen am Truck ohne große Hürden und vor allem auch ohne Vorkenntnisse mit dem Musikmachen in Kontakt kommen und erste Erfahrungen im Umgang mit Instrumenten sammeln. An diesem Tag wird das Angebot aber eher selten in Anspruch genommen.

Viele Besucher wollen den bunt lackierten Lkw lieber besichtigen. „Darf man mal einen Blick hineinwerfen?“, lautet eine häufig gestellte Frage. „Deswegen haben wir uns entschlossen, hier heute noch einen Tag der offenen Tür anzubieten, bevor wir dann gleich noch einmal mit einem Workshop starten“, so der Bandcoach.

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