Gift im Schacht: CDU hat Fragen

Besorgt zeigen sich CDU-Kreisvorsitzender Bernd Hohaus und die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Bunse darüber, dass die RAG weder den Artikel „Gift im Schacht“ in der Wochenzeitung „Der Spiegel“, noch den Artikel „Warnung vor Gift im Trinkwasser“ in der WAZ vom 12. Januar als inhaltlich unwahr dementiert hat. Beide Politiker fordern nun eine „lückenlose Aufklärung“ vom zuständigen Umweltministerium des Landes.

Bis Mitte der 1980er Jahre sollen etwa 12 500 Tonnen PCB-haltige Hydraulikflüssigkeit in den Bergwerken der RAG verwendet worden sein. Von den eingesetzten Flüssigkeiten soll aber nur ein Bruchteil fachgerecht entsorgt worden sein. Dennoch will die RAG das Grubenwasser weiter ansteigen lassen, um die Wasserhaltung ökonomischer zu gestalten.

Anette Bunse und Bernd Hohaus fragen: Wie viel PCB befindet sich tatsächlich an welchen Standorten als Hinterlassenschaft der RAG im Erdreich? Wer wird für mögliche Umweltschäden aufkommen? „Die Bottroper Bevölkerung hat ein Recht auf eine Antwort“, so die Politiker. Die Ministerien müssten sagen, seit wann Informationen vorliegen und was bislang zur Gefahrenabwehr unternommen wurde.