Gesundheitspark speckt kräftig ab

Am Lamperfeld soll ein Hotel und ein Reha-Zentrum für Kinder und Jugendliche entstehen.
Am Lamperfeld soll ein Hotel und ein Reha-Zentrum für Kinder und Jugendliche entstehen.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nur noch ein Drittel der Fläche am Lamperfeld nötig. Hotel und Reha-Stätte für Jugendliche bleiben übrig. SPD setzt neues Ultimatum bis Ende März.

Bottrop..  Der Sport- und Gesundheitspark am Lamperfeld steht in keinem guten Licht da. Das Projekt wird zwei Nummern kleiner als erhofft - falls es denn überhaupt realisiert wird. Die SPD stellt ein neues Ultimatum: Bis Ende März sollen die Pläne für das barrierefreie Hotel und ein Reha-Zentrum für Jugendliche unterschriftsreif sein. Kaum hatte SPD-Sprecher Frank Beicht das Limit gesetzt, erloschen im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses alle Leuchten. Licht aus für den Sport- und Gesundheitspark?

Bundesweit einmalig

Völlig gibt die SPD die Hoffnung nicht auf. Das gilt vor allem für das pädiatrische Reha-Zentrum. „Da ist eine Chance, etwas zu entwickeln und einmal erster zu sein“, sagte Beicht. Denn eine solche, speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete, Rehabilitationsstätte sei bundesweit einmalig, legten die Wirtschaftsförderer der Stadt dar. Bedarf dafür sei im Umkreis Bottrops vor allem bei jungen Patienten mit neurologischen, orthopädischen und kardiologischen Erkrankungen vorhanden.

Die Reha-Stätte für junge Leute geht auf eine Empfehlung der Med-Econ Ruhr GmbH in Bochum zurück, der Geschäftsstelle des Netzwerkes der Gesundheitswirtschaft im Ruhrgebiets. Diesem Netzwerk gehört zum Beispiel auch das Bottroper Knappschaftskrankenhaus an, mit dem Med-Econ ebenso im Gespräch über das Reha-Zentrum ist wie mit dem Marienhospital.

Es laufen Verhandlungen

Als ein Alleinstellungsmerkmal sieht die SPD auch das geplante barrierefreie Hotel für Gäste mit und ohne Behinderungen an. Die Wirtschaftsförderer der Stadt sehen dafür „gute Marktchancen“. Bauen will es die Kadans-Gruppe aus Aachen. Die Tochterfirma der gut 350 Millionen Euro schweren niederländischen Immobilien-Entwicklerin Kadans-Vastgoed B.V. hat etwa das Ärztehaus Rheinbach, ein Gesundheitszentrum bei Bonn errichtet oder das Star Inn Hotel am Siemens-Industriepark in Karlsruhe auf seiner Referenzliste. Als Betreiber des so genannten Inklusionshotels habe sich der Arbeiter-Samariter-Bund ins Gespräch gebracht, teilten die Wirtschaftsförderer mit.

Noch will daher auch die CDU nicht das Aus für den Gesundheitspark einläuten. „Es laufen Verhandlungen“, betonte Fraktionschef Hermann Hirschfelder, auch wenn Wirtschaftssprecher Volker Jungmann kritisierte: „Betroffen macht uns, dass alles so wenig dingfest ist. Betroffen macht uns diese Kleinteiligkeit. Denn für den Gesundheitspark wird allenfalls noch ein Drittel der einmal vorgesehenen Fläche gebraucht.