Generation Zukunft lässt Figuren sprechen
01.09.2010 | 15:28 Uhr 2010-09-01T15:28:00+0200
Bottrop. Wenn Jugendliche ihre Meinung sagen wollen, müssen sie entweder sprechen oder schreiben. Wer nicht wortgewandt ist oder sich nicht traut, wird nicht gehört - diesen einfachen Mechanismus kennt Casa-Leiterin Daniela von Bremen gut. Daher begrüßt sie die Idee, jungen Leuten eine Plattform zur Meinungsäußerung anzubieten, die keine sprachliche Kompetenz voraussetzt, sondern Freude an kreativer Gestaltung.
Die Jugendlichen gestalten lebensgroße Figuren nach ihren eigenen Vorstellungen, und dabei sind alle Ausdrucksmittel erlaubt. Die hölzernen Umrisse bieten Raum für vieles: „Was Jugendliche freut, was sie ängstigt, woran noch keiner gedacht hat“, schlägt Daniela von Bremen vor. Fünf Themenbereiche sind vorgegeben, auf die sich Kritik oder Anregungen beziehen sollen: Bildung und Arbeit, Jugendarmut, Integration, Kulturarbeit und Mitbestimmung.
Diese Aktion ist Bestandteil der Kampagne „Generation Zukunft“, hinter der Einrichtungen der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit in NRW stehen. Teilnehmen können - einzeln oder in Gruppen - 50 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 27 Jahren, Bedingung fürs Mitmachen ist eine Anmeldung unter Tel. 27159 (oder per Mail an vonbremen@casa-cafe.de). Am Samstag, 18. September, treffen sich die Teilnehmer von 10 bis 17 Uhr im Werkraum der Casa, wo Pinsel, Farbe, Klebstoff und Deko-Material bereit liegen - wer schon konkrete Vorstellungen entwickelt hat, kann das dazu passende Material mitbringen, von der Sprühdose bis zum Kleidungsstück. 38 Holzfiguren sollen sich an diesem Nachmittag in bunte und ausdrucksstarke Werbeträger für die „Generation Zukunft“ verwandeln.
Nur zwei Tage nach dieser Aktion steht auch in Bottrop der Weltkindertag auf dem Programm, und die Casa nutzt dieses Forum am 20. September, um die bunten Figuren auf dem Berliner Platz zu präsentieren. Daniela von Bremen will Kommunal- und Jugendpolitiker und auch den Ring der politischen Jugend einladen, mit den Jugendlichen über ihre bunten Entwürfe ins Gespräch zu kommen.
Im Landtag ausgestellt
Die Holzfiguren sollen nicht nur auf lokaler Ebene Karriere machen. Im Oktober werden einige von ihnen im Düsseldorfer Landtag aufgestellt, wo sie eine Galerie der Generation Zukunft bilden sollen. An Auswahl wird es nicht mangeln - insgesamt beteiligen sich in NRW 150 Einrichtungen an dem Projekt.
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