Gefahrenbäume am Vöingholz

Die Betriebe im Gewerbegebiet Vöingholz mussten gestern ohne das Telefonnetz auskommen: Ein Astbruch an einer Rotbuche an der Straße Am Vöingholz hat am Morgen die Telefonleitung herunter gerissen. Der städtische Fachbereich Grün rückte am Mittag mit einem Arbeitstrupp an – und fand entlang der Straße weitere Bäume, die eine Gefahr darstellen können.

„Der Ast muss gegen 7.30 Uhr am Morgen herunter gekommen sein“, sagt Thomas Rottmann vom Bottroper Pflanzenhof. „Kurz zuvor ist noch eine Mitarbeiterin durchgekommen, da war noch alles in Ordnung.“ Am Vöingholz liegen Strom und Telefon als Oberleitungen entlang der Straße und werden an mehreren Stellen, sagt der Mann von der Baumschule, von den Bäumen ganz schön unter Spannung gesetzt.

Auch an anderen Stellen der Straße drohen nach seiner Einschätzung Gefahren: „Hier hängt ein abgerissener Ast noch im Baum“, sagt er und zeigt auf eine Kiefer in Höhe einer Einmündung eines Fußweges in die Straße: „Wenn der runter kommt, möchte ich nicht darunter stehen.“ Während er das sagt, rollt ein Lastzug des Garten- und Landschaftsbauers „Aenstoots“ aus dem Gewerbegebiet und fegt auf beiden Straßenseiten durch die tief hängenden Äste der Bäume am Straßenrand: „Auch nicht ungefährlich“, sagt Rottmann. „Da ist schnell mal ein Ast abgerissen.“

Durchforstung im Herbst

Guido Fockenberg von städtischen Fachbereich Umwelt und Grün hat gestern schnell reagiert und seine Kollegen zur Gefahrenstelle mitgebracht. „So ein Astbruch kann passieren in dieser ungünstigen trockenen Wetterlage“, sagt er. „Von unten lässt sich das vorher nicht entdecken.“

Ein Arbeitstrupp werde jetzt die Baumkrone weiter entlasten, damit nicht noch ein Ast fällt. Bei der für den Herbst vorgesehenen Durchforstung sei der Baum fällig: „In diesem Zustand ist der Baum nicht mehr erhaltenswert.“ Während hinter ihm schon die Kettensäge aufheult, macht sich Fockenberg auf den Weg, um den Hinweisen auf weitere Gefahrenbäume nachzugehen.