Geändertes Testverfahren hat Tücken

Auf einen bestimmten Punkt des seit Sommer geltenden 9. Schulrechtsänderungsgesetzes machen die CDU-Landtagsabgeordnete Annette Bunse und der schulpolitische Sprecher der CDU im Rat Rainer Hürter in einer Stellungnahme aufmerksam: „Mit dem Ziel, Kinder mit Förderbedarf nicht zu stigmatisieren, wurde das bisher angewandte Testverfahren (AO-SF – Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung) abgeschafft. Nur in begründeten Fällen kann die Schule im Fall des Verdachts auf Vorliegen einer Lern- bzw. emotional oder sozial bedingten Entwicklungsstörung oder Sprachstörung ein Verfahren einleiten. Auch Eltern sind hierzu berechtigt.“ Grundsätzlich solle es jedoch zu keiner derartigen Testung in den ersten beiden Grundschuljahren kommen. Effekt, so die CDU: Kinder mit nicht offiziell festgestelltem, aber notwendigen Unterstützungsbedarf besuchen möglicherweise Grundschulen, die bisher kein Gemeinsames Lernen anbieten – und über keine entsprechende sonderpädagogische Fachkraft verfügen. Die Überlegung ist, so Hürter, dass in einer normalen Schule schon jetzt etliche Schüler mit Auffälligkeiten einfach so mitlaufen. Die Lehrer bemühten sich zwar, dennoch: „Unsere Sorge ist, dass diese Kinder nicht zügig genug gefördert werden können.“

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