Fundamente am Alpincenter Bottrop "völlig im Lot"
19.09.2011 | 17:42 Uhr 2011-09-19T17:42:00+0200
Bottrop.Seit zwei Wochen sind die Betreiber des Alpincenter dabei, elf Fundamente freizulegen, auf denen Stützpfeiler der Skihalle ruhen. Die Techniker können sich keinen Reim darauf machen, dass die Halle zwar schief steht, die Fundamente aber im Lot sind.
Seit zwei Wochen sind die Betreiber des Alpincenter dabei, elf Fundamente freizulegen, auf denen Stützpfeiler der Skihalle ruhen. Nach Einschätzung eingeschalteter Experten hätten diese Fundamentplatten schief stehen müssen, weil ja auch eine Schiefstellung der Hallenpfeiler gemessen worden war - jene 20 Zentimeter, die als kritisch beurteilt wurden (die WAZ berichtete). „Das ist aber nicht der Fall. Die Fundamente sind völlig im Lot“, sagt Harold van Kranen, Geschäftsleiter beim Alpincenter. Einen Reim können er und seine Techniker sich darauf zurzeit nicht machen.
Die gesamte Halle steht auf 180 solcher Fundamentsockel. An einem Teil zur Südseite hin befinden sich elf Fundamente, die in diesen Tagen mit jeweils vier Tonnen Beton beschwert werden. Gedacht ist das als Gegengewicht, weil sich nach den vorliegenden Messungen die Halle zur anderen, zur Nordseite hin geneigt hat. Harold van Kranen: „Eigentlich hätten zweieinhalb Tonnen Zusatzgewicht gereicht, wir haben vier genommen, um auf der sicheren Seite zu sein.“
Ein von der Stadt hinzugezogener Statiker geht als Gutachter davon aus, dass mit dieser Maßnahme noch mal fünf Zentimeter an weiterer Schieflage toleriert, also insgesamt maximal 25 Zentimeter hingenommen werden können. Jeder weitere Millimeter führt jedoch zur sofortigen Schließung des Alpincenter.
Das Auseinanderdriften der Hallenstützen soll mittelfristig dadurch gestoppt werden, dass die gesamte Halde eine Vorschüttung erhält. Der Gutachter des Alpincenter geht davon aus, dass man es mit dem Anschütten von Boden schaffe, die Halle, die oben am Rand des Berges steht, symmetrisch zu setzen. Sie stehe dann mittig des Berges, was ihr Stabilität bringen werde. Durch das Anschütten komme es zwar zu weiteren Setzungen, aber man gewinne Stützkraft.
Die Unternehmensführung ist zuversichtlich. Auch deshalb, weil seit 2007 alle drei Monate der Hallenstand neu vermessen wird, „und wir eine deutliche Verlangsamung der Bewegung feststellen konnten“, wie van Kranen sagt. Dazu hätten vor allem die Baumaßnahmen geführt, die nach dem Erwerb der Halle 2004 unternommen worden waren, um das Regenwasser kontrolliert an den Fuß der Halde zu führen. „Das war zuvor in den Haldenkörper geflossen und hat für Ausspülungen gesorgt.“
Wie es um die Bewegung des Gebäudes auf der Halde an der Prosperstraße steht, soll eine neue Messung zeigen, die die Stadt Ende des Monats durchführen wird, wenn die Betonarbeiten an den Fundamenten abgeschlossen sind.
09:42
Mal gut das die Halle nicht in Duisburg steht...
14:02
@ 7
Auch wenn sehr viel Ironie in Ihren Zeilen steckt, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass bei einem Einsturz nicht der Hallenbetreiber die Regressansprüche samt strafrechtlicher Verfolgung zu fürchten braucht, sondern die Stadt Bottrop und deren Erfüllungsgehilfen. Immerhin hatte die Stadt samt Bedienstete genügend Zeit gehabt, die Halle zu schließen bzw. schließen zu lassen..............
13:13
Freunde der Nacht. Fundament im Lot, Halle nicht, bedeutet die Halle hat mit dem Fundament nicht mehr soviel gemeinsam. Liebe Betreiber wartet ruhig wie die Berchtesgardener bis zum nächsten Starkschneefall. Dann löst sich das Problem von alleine und Ihr steht wieder in der Zeitung. Alles kostenlose Werbung, ups reicht nicht für die Regressansprüche der Opfer. Macht auch nichts die Betreiber sind ja insolvent.
11:51
Ich hätte in Geometrie doch besser aufpassen sollen.
Also, das Fundament (da wo die Stützen drinne sind) ist gerade, aber die Stützen selber sind schief, und somit auch die Halle. Habe ich es so richtig verstanden?
Nach meinem Verständnis können sich die Stützen dann trotzdem noch weiter verschieben, und somit die ganze Konstruktion gefährden.
Ach egal, hauptsache der Schnee ist weiss!
11:02
hm auch wenn die Stützen in Ordnung sind, irgendwoher muss doch die Schieflage kommen?? Ich, für meinen Fall, warte lieber ab, bis ich das wieder betrete...
10:52
Wie würde der Laie sagen? Die Halle is krumm, da is nich jut!
10:01
Was sind da denn für Experten zu gange? Natürlich können Fundamente im Lot sein aber wenn die sich bewegen, kann das zu erheblichen Schiefstellungen der Stützenkonstruktion und das darauf ablastenden Bauwerkes führen. Und - wenn sich die Wirklinien von Kräften verschieben, entstehen daraus Versatzmomente, für die Konstruktionen in der Regel nicht ausgelegt sind.
So gesehen können also schon geringfügige Verschiebungen erhebliche Auswirkungen haben.
Hoffentlich wird das den Verantwortlichen nicht erst klar, nachdem die Skihalle eingestürzt ist.
Langsam ist auch der Punkt erreicht, wo die Statsanwaltschaft mit einem neutralen Statik-Sachverständigen wegen Baugefährdung (§ 319 StGB) ermitteln müsste.
09:30
Mein Orthopäde hat mir auch bescheinigt,daß meine Füße im Lot sind.
Trotzdem hat das Becken einen Schiefstand , der links mit 7 cm unterfüttert werden mußte.
Hat ,glaube ich,etwas mit der gegenseitigen Höhenlage zu tun.
Die sollten mal einen Orthopäden oder auch Gleisbauer konsultieren.
18:59
Wie ich, aus nicht ganz sicherer Quelle weiss, sind die Gutachter hauptberuflich bei Astro Tv. beschäftigt