Für Hotelbau auf Sacker-Gelände sind Gutachten nötig

Bauunternehmen nutzen das ehemalige Sackers-Gelände im Moment als Lager für die Großbaustelle in Eigen Stadtwald.
Bauunternehmen nutzen das ehemalige Sackers-Gelände im Moment als Lager für die Großbaustelle in Eigen Stadtwald.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Auswirkungen eines Neubaus auf den Verkehr müssen geprüft werden. Wenn der Bauherr das vorlegt, kann das Genehmigungsverfahren weiter gehen.

Bottrop.. Aktuell lagert auf dem Gelände an der Kirchhellener Straße nur Baumaterial. Die Firmen, die in Eigen-Stadtwald die Kanalisation erneuern, nutzen es als Lagerplatz. Vom ehemaligen Hotel Sackers ist nichts mehr zu sehen, die Überreste der Brandruine sind weg. Aber von dem neuen Hotel, dass Brabus-Gründer Bodo Buschmann dort bauen will, ist auch noch nichts zu sehen. Vor rund zwei Jahren hatte Buschmann seine Pläne vorgestellt. Gegenüber seines Firmensitzes soll ein Hotel mit 100 Zimmern entstehen, dazu eine Gastronomie mit 300 Plätzen und ein Saal für 500 Personen. Seit dieser Vorstellung ist es ruhig geworden um den Hotelbau auf dem Eigen.

Buschmann sucht weiter Betreiber

An diesem Plan halte er nach wie vor fest, bestätigte Buschmann auf Nachfrage. „Wir müssen jedoch noch ein Verkehrsgutachten anfertigen lassen. Vorher können wir nicht weiter machen.“ Außerdem gelte immer noch: Er wolle das Hotel lediglich als Investor bauen. Betreiben soll es jemand, der sich in der Branche auskennt. Doch bisher habe er noch keinen Betreiber gefunden. „Aber ich bin immer noch überzeugt, dass es funktioniert und dass so ein Hotel in Bottrop fehlt.“ Wie berichtet schwebt Buschmann ein „Vier-Sterne-Hotel zu „drei-Sterne-Preisen“ vor. So beschrieb es der damalige Brabus-Finanzchef Eberhard von Rennenberg im Januar 2014 im Planungsausschuss des Rates.

Bei der Stadt wartet man nun auf Buschmann. Der Unternehmer sei nun am Zuge, vorher könne die Verwaltung nicht aktiv werden und das Genehmigungsverfahren vorantreiben. „Sobald die entsprechenden Unterlagen vorliegen geht es weiter“, sagt Stadtsprecher Andreas Pläsken. Allerdings sei das Verkehrsgutachten in dem Fall etwas umfangreicher als sonst üblich, räumt er ein. Die Kirchhellener Straße ist eine Landesstraße, die L 631. Und weil durch die Zufahrt zum Hotel der Verkehrsfluss betroffen wäre, müsste besonders geprüft werden – etwa wegen der grünen Welle. Deshalb sei auch Straßen NRW als verantwortliche Landesbehörde im anschließenden Verfahren mit eingebunden.

Denn wenn alle Unterlagen bei der Stadt eingetroffen seien, beschäftigen sich die verschiedenen Ämter damit. Federführend in dem Fall ist das Planungsamt, aber auch Straßenverkehrsamt, Bauaufsicht oder Feuerwehr wären in den Prozess mit eingebunden, erläutert Pläsken das Verfahren. Außerdem müssten die so genannten „Träger öffentlicher Belange“ angehört werden. Dazu gehören etwa Energie-Unternehmen, die prüfen müssen, ob eventuell Leitungen in dem Bereich verlaufen.

Ist all das geschehen, muss sich schließlich die Politik mit dem Plan befassen. Die Gremien des Rats beraten und entscheiden darüber und auch die Öffentlichkeit werde beteiligt. Grundsätzlich, so Pläsken, stehe die Verwaltung bei diesem Thema bereit und warte nur auf die Planungsunterlagen der Verantwortlichen bei Buschmann.