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Stadterneuerung

Für besseres Klima im Quartier sorgen

05.02.2012 | 12:50 Uhr
Für besseres Klima im Quartier sorgen
Die Paßstraße gehört am Freitag , 03.02.2012 mit zum Sanierungsgebiet Batenbrock Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool

Bottrop.   In Batenbrock-Nord soll moderne und umweltschonende Technik beim Heizenergie- und Stromsparen helfen. Mit im Boot ist dabei außer der Stadt auch die Wohnungsgesellschaft Vivawest.

Die Stadt will den Hauseigentümern und Mietern im Norden Batenbrocks helfen, ihren Energieverbrauch zu senken: durch moderne Heizungen, und den Ausbau des Fernwärmenetzes, durch Sonnen- und Windenergie, durch Geothermie und Wärmepumpen, und auch durch ein intelligenteres Management der Strom- und Wärmeversorgung.

Im nächsten Jahr will sie damit beginnen und die Hausbesitzer unter den gut 15 000 Einwohnern in diesem Stadtquartier überzeugen, dass und wie es sich lohnen kann, wenn sie ihre alten Häuser und Heizungen modernisieren.

Quartiermanager soll Kontakte knüpfen

„Wir können den Bürgern damit zeigen, dass sich auch hier in Sachen Innovation City etwas tut, und vor allem: die Bürger sind selbst daran beteiligt“, lobte Helmut Kucharski, SPD-Fraktionschef in der Bezirksvertretung Süd, das Projekt. Dessen Kern soll nämlich die Einbindung möglichst vieler Anwohner sein. So will die Stadt einen Quartiersbeirat bilden und zu Zukunftsforen und Anwohnerkonferenzen ins Bürgerhaus Batenbrock einladen. „Wir wollen uns die Erfahrungen der Bürger zu Nutze machen. Sie sollen daran mitarbeiten, intelligente Lösungen zu finden“, sagte Karl-Heinz Maaß, Mitarbeiter im städtischen Dezernat für Stadterneuerung, zum Beispiel auch beim Erarbeiten alternativer Finanzierungsmodelle der Modernisierungen. Kontakte zwischen den Gesprächspartnern knüpfen und halten soll zwei Jahren lange ein Quartiermanager.

Großer Erneuerungsbedarf besteht im Znetrum des Stadtviertels

Großer Erneuerungsbedarf bestehe im Zentrum und im Südwesten des Quartiers, das sich von der Tannenstraße bis zur Prosperstraße und von der Aegidistraße bis zur Friedrich-Ebert-Straße erstreckt. Dort stehen ältere Ein- und Zwei-Familienhäuser und auch alte Mietshäuser aus den fünfziger und sechziger Jahren. „Da haben viele noch 30 Jahre alte Heizungen, die müssten am besten raus“, meint Maaß. Die Fachleute im Rathaus wie im Zentrum für Information und Beratung der Innovation City-Gesellschaft können erklären, welche Erneuerungen am besten geeignet seien, woher und unter welchen Bedingungen die Modernisierer Fördergelder bekommen.

„Die Berater machen zum Beispiel auch klar, welche finanziellen Dimensionen bestimmte Sanierungen haben können und zeigen auf, ob es nicht auch günstigere aber ähnlich effektive Varianten gibt“, sagte Maaß. Ohnehin sei darauf zu achten, dass die Wohnungen in dem Quartier auch weiterhin günstige Mieten haben sollen.

Wohnungsgesellschaft springt in dei Bresche

Die klamme Stadt brauchte übrigens selbst Hilfe, damit sie das ehrgeizige Vorhaben in Batenbrock überhaupt vorbereiten kann. Das Land übernimmt womöglich zwar 65 Prozent der Kosten, weil die Stadt aber den Rest nicht zahlen kann, übernimmt den Part die Wohnungsgesellschaft Vivawest, der im Batenbrocker Norden viele Häuser gehören.

Norbert Jänecke

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