Frühlingsboten blühen in der Stadt

Noch blühen auf dem Mittelstreifen der Freiherr-vom-Stein-Straße die Narzissen, bald die Wildblumen.
Noch blühen auf dem Mittelstreifen der Freiherr-vom-Stein-Straße die Narzissen, bald die Wildblumen.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
50 000 zusätzliche Narzissenzwiebeln haben die städtischen Gärtner schon im Herbst eingesetzt. Jetzt laufen schon die Vorbereitungen für den Sommer.

Bottrop..  Seit Sonntag steht der Kalender auf Frühling – und in der Stadt sind auch bereits zahlreiche Frühlingsboten zu sehen. Auf den Mittelstreifen der Hauptstraßen und in den Parks blühen die Narzissen. Für diesen Frühlingsgruß sind die städtischen Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt und Grün verantwortlich. Schon im Herbst waren sie aktiv. „Wir haben 50 000 Narzissenzwiebeln gepflanzt“, erklärt Abteilungsleiter Ulrich Kollath.

300 Bäume werden gepflanzt

Dazu kommen die Zwiebeln, die aus den Vorjahren noch im Boden sind, Denn das ist das Schöne an den Narzissen: Sie kommen Jahr für Jahr wieder und vermehren sich auch noch. „Deshalb setzen wir vor allem Narzissenzwiebeln. Bei Tulpen funktioniert das nicht so gut, deshalb verzichten wir darauf“, berichtet Kollath von den Erfahrungen der städtischen Gärtner.

Die sind im Frühjahr längst mit den Vorbereitungen für den Sommer beschäftigt. Aktuell stehen noch Baumpflanzungen an. Insgesamt 300 Stück werde man in diesem Jahr setzen, sagt Kollath – das seien immer noch Nachwirkungen des Pfingststurms Ela. Außerdem sei die Bepflanzung der Blumenstelen, die im Sommer immer an markanten Punkten der Stadt stehen, in Auftrag gegeben worden. 46 dieser Säulen hat die Stadt inzwischen – dank der Bremer-Stiftung, die sie bezahlt. „Die werden aktuell kultiviert. Das heißt, in die Kübel werden kleine Pflanzen gesetzt, die dann aufgezogen werden“, erklärt Kollath. Die Hege erfolge im Gewächshaus. Wenn die Säulen dann in die Stadt kommen, sind sie über und über mit Blumen bewachsen. „Das ist eine aufwendige Geschichte. Eine Kirchhellener Gärtnerei übernimmt das“, sagt Kollath, Denn die Stadt selbst hat schon seit Jahrzehnten keine Gärtnerei mehr, in der sie so etwas selbst machen kann.

Ein Hingucker waren in den vergangenen Jahren die Wildblumenwiesen auf dem Mittelstreifen der L 631. sollen in diesem Jahr wieder sprießen, verspricht Kollath. Ende Mai werde man mit der Aussaat beginnen. Denn: Im Zwei-Jahresrhythmus müsse die Wiese neu ausgesät werden, andernfalls würden besonders dominante Arten alles andere überdecken, so Kollath. Insgesamt 6000 Quadratmeter Wildblumenwiese auf 25 Flächen gibt es in der Stadt.