Frauen feiern ausgelassen Karneval

Zur Begrüßung der Karnevalsgäste stürmt der kfd-Vorstand im quietschrosa Schweinchenkostüm auf die Bühne. Das Publikum tobt vergnügt.
Zur Begrüßung der Karnevalsgäste stürmt der kfd-Vorstand im quietschrosa Schweinchenkostüm auf die Bühne. Das Publikum tobt vergnügt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die originelle Sketch-Reihe der Kfd Grafenwald begeistert immer wieder vergnügte Zuschauerinnen im proppevollen Pfarrsaal.

Grafenwald..  In einer ausgelassenen Polonaise stürmen neun quietschrosa Schweinchen auf die Bühne des Pfarrsaals und singen zum Auftakt der Karnevalsfeier in Grafenwald lauthals ihr Schunkellied. Schnell stimmt das ganze Publikum mit ein: „Da wird die Sau geschlacht’, zack zack, da wird ganz viel gelacht, zack zack - die Frauen sind heute außer Rand und Band“.

Knallige Kostüme

Claudia van Oepen, Teamsprecherin des Vorstands der Katholischen Frauengemeinschaft Bottrop (kfd), freut sich über die schicken Schweinekostüme aus Samt, mit denen sie und ihr Team sich unter die bunte Karnevalsgesellschaft mischen - unter den knalligen Kostümen und Latzhosen, den Frösche, Bienen und Blumen fallen sie kaum auf. „Hier kocht die Stimmung“, strahlt van Oepen. „Die Frauen sind ausgelassener, wenn sie mal unter sich sind“. Es werde viel gelacht, geschunkelt und getanzt, zu Stimmungsliedern, Schlagern und Evergreens.

Lauthals gelacht wird bei den Auftritten von Claude Hilde alias Putzfrau „Klodeckelchen“, die mit viel Humor durch den Abend führt und sich immer mal wieder über das merkwürdige Verhalten ihres Ehemanns Günni wundert, der mit - sagen wir kreativen Methoden - gegen seine Pfunde kämpft: „Ich versuch’s mal mit Sport“, habe er beteuert. „Rittersport. Zwei Mal am Tag. Zehn Kilo wollte er bis Ostern abnehmen, zwölf muss er noch“, witzelt sie.

Überraschende Auftritte

Für Unterhaltung sorgen auch die originellen Sketche der kfd-Theatergruppe, die das Publikum mit ins Schwimmbad, ins Paradies oder in die Arztpraxis nimmt. Der Sketch „die Wunderbox“ hat es den Zuschauern besonders angetan: die Box, eine neue Erfindung aus Amerika, soll Menschen von ihren Krankheiten heilen, wenn sie den Arm hinein stecken. Natürlich läuft alles anders als geplant. „Unsere Auftritte sollen originell sein, überraschend. Wir wählen die Sketche so aus, dass wir selbst drüber lachen können“, sagt Agnes van Bürk, Sprecherin der Theatergruppe.

Seit etwa 50 Jahren gibt es die Gruppe bereits, die derzeit aus zehn Frauen zwischen 32 und 68 Jahren besteht. „Schon im Sommer beginnen wir mit den Proben für die Karnevalsfeier“, sagt van Bürk. Dabei sei der Erwartungsdruck hoch. „Das Publikum erwartet viel. Jedes Jahr bekomme ich zu hören: so schön war es noch nie. Und so soll es auch bleiben“.