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Fotografen nähern sich Altem mit jungem Blick

18.02.2016 | 11:00 Uhr
Fotografen nähern sich Altem mit jungem Blick
Auch Fotos von Beate Roßkothen und Dirk Thomas sind in der Ausstellung „Von wegen alt“ zu sehen.Foto: Thomas Goedde

Bottrop.   Unter dem Motto „Von wegen alt“ zeigt eine vielseitige Ausstellung im Reha-Zentrum des Knappschaftskrankenhauses Fotocollagen - vor allem mit Bildern aus dem Revier.

Eine vielseitige Fotoausstellung im Reha-Zentrum des Knappschaftskrankenhauses lenkt die Blicke von Patienten und Besuchern auf sich. Unter dem Motto „Von wegen alt“ zeigen vier Fotografen, dass ein junger Blick auf die Welt nicht von fortgeschrittenen Lebensjahren getrübt sein muss. Die Hobbyfotografen Beate Roßkothen, Dirk Thomas, Marianne Hilgert und Herbert Geisler zeigen dabei vor allem viele Motive aus dem Revier.

Bilder aus dem Revier

„Hintergrund unseres Fotoprojektes war die weit verbreitete Auffassung: Alles muss neu und jung sein. Warum eigentlich? Mitunter ist das Alte sogar viel interessanter, als es auf den ersten Blick erscheint“, erläutert Dirk Thomas, Fotograf aus Moers. Von der ursprünglichen Idee alte Menschen zu fotografieren, rückten die Fotografen jedoch schnell ab. Jeder einzelne sollte das Thema „Von wegen alt“ persönlich angehen, der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

Nur das Layout wurde festgelegt: Es sollten Foto-Collagen zu jeweils neun Bildern im Format von 60 mal 40 Zentimetern entstehen, dazu ein erläuternder Text. „Denn schließlich gehen die meisten Besucher erst nach der Vernissage durch die Ausstellung und sind dann auf sich gestellt“, erklärt Dirk Thomas.

Entstanden ist eine vielseitige Fotoausstellung mit insgesamt 82 Exponaten. Im Reha-Zentrum des Knappschaftskrankenhauses sind seit einigen Wochen 44 davon zu sehen. Thematisch setzen die Fotografen immer wieder die „rückläufige Industrialisierung“ im Revier mit dem frech formulierten Thema der Ausstellung „Von wegen alt“ in Beziehung, zeigen in ihren Fotocollagen Bilder von Zechen und Stahlwerken, aber auch von Oldtimern, historischen Schiffen im Duisburger Hafen, alte, verwitterte Zäune am Niederrhein und Brücken. Während Dirk Thomas Blicke und Kamera vor allem auf Industrie-Motive im Revier lenkte, fand der Moerser Fotograf Herbert Geisler seine Motive bei Reisen und zeigt beispielsweise die gotische Bibliothek in Potsdam oder Boote und Strandhäuser in Costa Rica und Frankreich.

Das Fotografenteam lebt das Thema der Ausstellung auch in seiner eigenen Zusammensetzung. Mit 82 Jahren ist Marianne Hilgers die älteste im Team und zeigt Collagen von Oldtimern, Brücken, Schrottplätzen und Rost im Duisburger Hafen.

„Unabhängig voneinander näherten wir uns oft demselben Thema, herausgekommen sind jedoch ganz unterschiedliche Bilder“, so Beate Roßkothen, die ebenfalls Oldtimer fotografierte, aber auch das alte Hafthaus in Duisburg und Zäune am Niederrhein. „Es ist faszinierend, dass Dinge, die auf den ersten Blick alt und schrecklich aussehen, interessant und auch schön werden, wenn ich sie fotografiere.“

Andrea Kleemann

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2016-02-18 11:00
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