Forschertage begeistern Bottroper Grundschüler

Unter der Aufsicht von Jannik Lauben (Jahrgangsstufe 11) experimentieren Felix, Fabian, Anna und Johanna aus der vierten Klasse der Richard-Wagner-Schule mit Eis und Salz.
Unter der Aufsicht von Jannik Lauben (Jahrgangsstufe 11) experimentieren Felix, Fabian, Anna und Johanna aus der vierten Klasse der Richard-Wagner-Schule mit Eis und Salz.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Bereits zum dritten Mal hatte das Josef-Albers-Gymnasium Bottroper Grundschulen zu den Forschertagen eingeladen. Bei ihren Experimenten werden die Jungen und Mädchen von Oberstufenschülern angeleitet.

Bottrop..  Wer wissen will, wie warm es gerade ist, schaut aufs Thermometer. Kaum jemand fragt danach, woher die Temperatur-Skala so genau weiß, welche Gradzahl sie anzeigen muss. Aber die Viertklässler, die zum Forschertag des Josef-Albers-Gymnasiums gekommen sind, wissen jetzt, wie das zustande kommt. In einem Experiment haben sie die Skala selbst eingetragen. Dazu haben sie den Stab mit der Quecksilberkugel zuerst in Eiswasser getaucht, danach in kochendes Wasser. Ruck zuck markierten sie die Punkte für 0 Grad und 100 Grad und hatten damit die wichtigsten Daten für ihre Skala. „Das hat mir viel Spaß gemacht“, sagt die neunjährige Fichteschülerin Nelly.

Bereits zum dritten Mal hatte das Josef-Albers-Gymnasium Bottroper Grundschulen zu den Forschertagen eingeladen. Am Mittwoch und am Donnerstag konnten bzw. können die Viertklässer aus vier Schulen in den Fachbereichen Chemie, Physik und Biologie spannende Experimente durchführen. Betreut werden sie dabei von Oberstufenschülern des Albers. Diese haben bei einer Schulung gelernt, Experimente kindgerecht zu erklären. Viele der freiwilligen Helfer engagieren sich außerdem an der MINT-Lehrernachwuchsförderung – MINT steht für Mathematik, Informatiok, Naturwissenschaften, Technik. So auch Julia Jewasinski und Lars Mölling. Die beiden 16-Jährigen helfen den Grundschülern in Biologie und Chemie. „Die vielen Fragen der Kinder sind zwar anstrengend, aber es macht mir auch viel Spaß mein Wissen weiterzugeben“, sagt Julia, Schülerin der 10. Klasse. Beide schließen den Beruf des Lehrers nicht ganz aus. „Lehrer zu sein ist echt anstrengend, das muss ich mir gut überlegen“, sagt Lars. Freude an den Forschertagen haben die beiden aber allemal.

Seit sechs Jahren gehört das Albers-Gymnasium zum nationalen MINT Excellence Netzwerk. Es zeichnet Schulen mit besonderen Leistungen im MINT-Bereich aus und unterstützt Schüler mit Stipendien. Im Gegenzug zur Aufnahme ins Excellence Netzwerk verpflichten sich die Schulen, Forschertage für Grundschulen zu veranstalten. „Dies ist aber keine Verpflichtung, der wir nicht gerne nachkommen“, so Schulleiter Reinhard Schönfeld.