Förderschule als Chance

Robert Banczyk sorgt sich auch, dass eventuell mit mehr Förderkindern, die auch noch unterschiedliche Unterstützungsbedarfe mitbringen können (darunter Sprache, geistige Behinderung, emotionale und soziale Entwicklung), künftig eine Situation in einer Klasse entstehen könnte, bei dem sich das Lernniveau auf einem Level einpendelt, „wo die einen unter- und die anderen überfordert sind“. Unbefriedigend – sowohl für Förder- als auch für Regelschulkinder. Vielleicht, überlegt Banczyk, sei es für manche betroffene Kinder besser, zunächst in einer Förderschule ihre Beeinträchtigungen anzugehen und dann an eine Regelschule zu wechseln. Positive Beispiele dieser Art kennen die Eltern: „Ein Kind ist von hier aus zunächst auf eine Förderschule gewechselt“, erzählt Kathrin Stawinski (Förderverein). „Inzwischen geht es ganz normal zur Gesamtschule – und es geht ihm gut.“ Cornelia Neumann kennt ein Kind, dass nach zwei Jahren auf einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache auf eine Regelschule kam.

„Ein Punkt, wo man ansetzen sollte, ist das Image der Förderschule aufzupolieren“, meint Banczyk. Um mögliche Vorurteile abzubauen: „Die Förderschule ist keine Last, sondern eine Chance. Eine Chance, danach die Regelschule besuchen zu können.“

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