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Firmen versorgen sich mit Abiturienten

31.05.2012 | 18:15 Uhr
Firmen versorgen sich mit Abiturienten
Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool

Bottrop. Die Industrie- und Handelskammer hatte Firmen aufgefordert, wegen des doppelten Abiturjahrgangs 2013 mehr Auszubildende einzustellen. Es haben zehn Firmen darauf engagiert reagiert. Die Firma Mensing bekam jetzt die Urkunde stellvertretend für alle.

Das Traditionsunternehmen Mensing bildet im kommenden Jahr mehr Abiturienten aus als in den bisherigen Jahren. Es werden drei zusätzliche Lehrlinge eingestellt, damit beginnen dann acht junge Menschen ihre Ausbildung im nächsten August nächsten Jahres. Dann verlässt ein doppelter Abiturjahrgang die Schulen.

„Es ist die letzte Chance für Unternehmen, aus dem vollen zu schöpfen“, sagt Christoph Pieper, Geschäftsführer der IHK Nord Westfalen. Er überreichte am Donnerstag eine Dankesurkunde an Gerhard Röhm, Chef der Personalabteilung von Mensing, für die Teilnahme an der IHK-Initiative „Nord-Westfalen. Doppelt stark“.

„Die Abiturienten werden bei uns eine Ausbildung zum Handelsassistenten antreten“, sagt Röhm. Sie werden alle sieben Mensing-Filialen kennenlernen. „Alle sechs bis sieben Monate werden sie in ein anderes Geschäft versetzt, um andere Städte und andere Führungsstile kennenzulernen“, erläutert Michaela Dieckwisch, Leiterin des Mensing-Hauses in der Innenstadt. Sie selber hatte diese Ausbildung auch gemacht, allerdings in einem anderen Bekleidungshaus.

„Selbst ohne Studium stehen einem Handelsassistenten alle Türen in unserem Fach offen“, sagt Dieckwisch. Es fehlt an Führungskräften in der Branche. Die Lücke soll durch die Handelsassistenten ausgefüllt werden. „90 Prozent der Mitarbeiter bei Mensing sind Frauen“, sagt Personalchef Röhm. „Einzelhändler ist einfach ein typischer Frauenjob. Männer bewerben sich zwar, wollen aber lieber am Computer arbeitet. Mit Computerspezialisten verkaufen wir aber keine Kleidung. Der Kontakt zum Kunden steht bei uns immer noch im Vordergrund.“

Zwei Dinge brauche der Einzelhändler: Liebe zur Mode und Liebe zum Menschen. Die Liebe zum Computer hilft da weniger. Frauen scheinen diese beiden Anforderungen mitzubringen. Christoph Pieper: „Mädchen sind meiner Ansicht nach auch zielgerichteter. Sie wissen schon früh, was sie später einmal beruflich machen wollen.“ Es ist ein Job mit guten Karrierechancen auch für Männer. Gerhard Röhm beweist es. Nach seiner Ausbildung wurde er mit 30 Jahren Personalleiter in der Bottroper Filiale. Mit 49 ist er der Chef der Personalabteilung für alle Mensing-Häuser.

Die Abiturienten können sich jetzt schon an die Firma Mensing wenden, um sich zu bewerben.
Die üblichen Unterlagen mit Lebenslauf und den letzten beiden Zeugnissen bitte ausschließlich per Email an: karriere@mensing.com.

Patrick Mammen



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