Finanzamt informiert zu Ferienjobs

Der Verdienst aus Jobs in den Ferien bleibt für Schüler und Studenten meist steuerfrei.
Der Verdienst aus Jobs in den Ferien bleibt für Schüler und Studenten meist steuerfrei.
Foto: dpa
Der Verdienst ist in den meisten Fällen steuerfrei. Lohnsteuerkarte und Papierbescheinigungen müssen nicht mehr vorgelegt werden

Bottrop..  Die Sommer- und Semesterferien sind für viele Schüler und Studierende die schönste Zeit im Jahr. Urlaub, Erholung sowie Unternehmungen mit Freunden und Familie stehen dann häufig auf dem Programm. Viele nutzen die freie Zeit aber auch, um ihre finanzielle Situation aufzubessern. Doch dabei gibt es einige Regeln und Hinweise, die Ferienjobber beachten sollten.

Markus Rusteberg, Leiter des Finanzamts in Bottrop, empfiehlt Ferienjobbern, dringend ein paar steuerliche Hinweise zu beachten: „Das ist ganz unkompliziert und sollte niemanden von seinem Job abhalten. Denn die allermeisten Ferienjobber zahlen letztlich überhaupt keine Steuern.“

Grundsätzlich müssen einem Arbeitgeber die individuelle Steuer-Identifikationsnummer, das Geburtsdatum sowie die Information, ob es sich um das erste Beschäftigungsverhältnis handelt, mitgeteilt werden. Anhand dieser Angaben kann der Arbeitgeber dann die Lohnsteuerabzugsmerkmale, etwa die Steuerklasse und die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, elektronisch abrufen.

„Eine Lohnsteuerkarte oder eine Papierbescheinigung des Finanzamts muss bereits seit einigen Jahren nicht mehr beim Arbeitgeber vorgelegt werden“, erklärt der Amtsleiter. Tritt der Ferienjobber dann seine Arbeit an, werden die Abgaben automatisch vom Lohn oder Gehalt abgezogen.

Steuern werden erstattet

Für den Fall, dass der Arbeitgeber zu viel Lohnsteuer einbehält, können sich die Ferienjobber diese nach Ablauf des Kalenderjahres mit einer Einkommensteuererklärung beim Finanzamt zurückholen. „Bei einem Bruttoarbeitslohn von bis zu 11 415 Euro im Jahr 2015 fällt zum Beispiel in Steuerklasse I, also für Ledige, gar keine Lohnsteuer an“, so Rusteberg. Unabhängig davon hat der Arbeitgeber auch die Möglichkeit, bei einem sogenannten 450-Euro-Job, die Lohnsteuer pauschal zu versteuern und diese für den Ferienjobber zu übernehmen.

Rusteberg empfiehlt, auf jeden Fall die unterschiedlichen Besteuerungsmöglichkeiten am besten vorab mit dem Arbeitgeber zu klären. Zusätzlich gibt die Finanzverwaltung auch die Broschüren „Steuertipps für Schülerinnen, Schüler und Studierende“ sowie „Steuertipps für alle Steuerzahlenden“ heraus, die Online eingesehen werden können.