Feldhausen in der Musikgeschichte

Feldhausen geht in die Musikgeschichte ein. Das ist einer jungen Komponistin, Organistin und Pianistin zu verdanken: Maria Schmalenbach.

Die Kirchenmusikerin schrieb vor gut zwei Jahren ein Sakralwerk, das auf Anhieb Erfolg hatte und beim Kirchenchor von St. Mariä Himmelfahrt inzwischen zum Standardrepertoire gehört: die „Missa Feldhausen“. Am Ostersonntag, 5. April, 9.30 Uhr, wird sie zur Messe erneut aufgeführt. Der Chor freut sich auf diese lateinische Messe für ein Vokalensemble sowie für drei Instrumentalisten – in diesem Fall sind es Birgit Duckheim (Flöte), Katharina Krause (Violine) und Johannes Schroers (Orgel).

Maria Schmalenbach, im Nebenberuf Kirchenmusikerin (ihren Hauptjob als Informatikerin übt sie im Düsseldorfer Ministerium aus), wollte die knapp 50 Mitglieder des Feldhauser Chores mit einer dankbaren und „melodiös singbaren“ Aufgabe überraschen. „Zeitgenössische Literatur ist für fast jeden Laienchor ein schwieriges Feld. Ich wollte jedoch der tüchtigen Gruppe die Schwellenangst nehmen, indem ich auf meine Erfahrung als Liedkomponistin zurückgriff.“ Das bedeutete: Die fünfteilige Messe sollte sich zwar an der großen Tradition dieser Sakralkomposition orientieren, aber ihr sollte ein „modernes Kleid“ übergezogen werden. Das gelang. Die Damen und Herren des Chores t („Die meisten besitzen eine große Erfahrung in der Kirchenmusik und beim Einsatz in den Gottesdiensten: Das respektiere ich.“) ließen sich schnell von der Harmonie-Herausforderung überzeugen. Das zuvor schon gute Verhältnis zwischen Dirigentin und Chor intensivierte sich noch. Die Choristen waren stolz darauf, mit einer Eigenkomposition aufwarten zu können.

Die lateinische Messe fußt auf den Sätzen Kyrie, Gloria („Der dickste Brocken“), Sanctus, Benedictus und Agnus Dei. Das hieß für Maria Schmalenbach, dass sie den „historisch gewachsenen Ritualen und Regeln folgte. Mir ging es darum, die Sängerinnen und Sänger in die Moderne mitzunehmen.“ Die „Missa Feldhausen“ liegt übrigens sogar gedruckt vor. „Vielleicht wird sie demnächst von anderen Chören übernommen.“

Jetzt stehen wieder neue geistliche Lieder an, die sie auch für Bands arrangiert. Rund 30 hat sie bereits geschrieben. Ob sie sich einmal an ein Musical oder eine Sinfonie wagt? „Ich bleibe bei der kleinen Form. Die liegt mir. Und da kann ich auch meine Ideen am besten schnell umsetzen.“