Feinstaub-Höchstwerte sind in Bottrop schon an neun Tagen überschritten worden
07.02.2012 | 16:48 Uhr 2012-02-07T16:48:00+0100
Bottrop. An neun Tagen sind die Feinstaub-Werte an der Messstation an der Peterstraße in Bottrop in diesem Jahr schon überschritten worden. Überschreitungstage ausgewiesen. 35 solcher Überschreitungstage sind erlaubt - rechnet man dies Ergebnis der ersten fünf Wochen in 2012, wäre die Belastung enorm.
Seit Jahresbeginn hat die Messstation an der Peterstraße schon wieder neun Feinstaub-Überschreitungstage ausgewiesen. Tage, an denen an dieser Station die Messwerte über dem zugestandenen Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lagen.
35 solcher Überschreitungstage sind erlaubt - rechnet man dies Ergebnis der ersten fünf Wochen dieses Jahres hoch, wäre die Belastung enorm. Allerdings hat sicher diese Wetterlage mit dem stabilen Hoch zu der ungünstigen Feinstaubentwicklung beigetragen. Aber Bottrop hat sich ja auch in den letzten Jahren immer wieder durch hohe Werte „ausgezeichnet“. Und liegt gar nicht so weit weg von den aktuell als schlimme Beispiele genannten Städten Gelsenkirchen und Herne, die in diesem Jahr bereits 12 bzw. auch neun Feinstaubüberschreitungstage an den Messpunkten aufzeigen.
Wäre die 50-Mikrogramm-Marke auch im letzten Jahr durchgängig angesetzt worden, hätte die Messstation Peterstraße sie an 44 Tagen überschritten, die Messstation in Welheim in gleicher Anzahl. Weil im Vorjahr Bottrop (und andere Städte in belasteten Industrieregionen) die Erlaubnis hatte, zumindest in den ersten sechs Monaten nur Werte über 75 Mikrogramm zu zählen, kamen die Stationen Peterstraße im Mittel dann auf 24 und die Welheimer auf 22 Überschreitungstage.
Momentaufnahme vom Dienstag, 11 Uhr an der Messstation Peterstraße: 57 Mikrogram Feinstaub pro Kubikmeter Luft - Anwartschaft auf einen weiteren „Staubtag“?.
Die an der Straße getroffenen kleineren Maßnahmen zur Minderung der Luftbelastung (Grünanpflanzung, reibungsarmer Asphalt, Einsatz - wenn möglich - schadstoffärmere Busse auf dieser Straße) haben noch keine durchgreifende Wirkung gezeigt. Zu rigorosen Maßnahmen wie Straßensperrung etc. wird das aber auch nicht führen. Auch wohl kaum zu Bußgeldern.
Denn die Sanktionierung der Überschreitungen der Werte betreibt die EU wohl nur, wenn die Städte nicht den Nachweis führen, dass sie Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffbelastung treffen, z.B. in einem Luftreinhalteplan.
Ob die Maßnahmen wirken, steht dann auf einem ganz anderen Blatt.
13:57
So einen Schwachsinn habe ich selten gelesen. Damals war die Weltbevölkerung wesentlich geringer und es gab noch keine Industrie. Ich bin Asthmatiker und Anwohner der Peterstrasse. Es kotzt mich an das hier immer noch LKW´s die Abkürzung nehmen und mich hier zugasen. Dieser Verkehr gehört verboten!!!! Es gibt aber leider immer noch Leute, wie Sie einer sind, denen die Gesundheit anderer Menschen völlig egal ist. Hauptsache ich kann 200 Meter mit dem Auto fahren. Ich wünsche Ihnen jegliche Lungenkrankheit, damit Sie mal wissen wie schlecht es einem gehen kann.
Mit Verlaub. Sie sind ein Idiot
11:54
Wie zu lesen war, sind die Feinstaub-Höchstwerte an der Messstation Peterstraße in Bottrop schon an neun Tagen in diesem Jahr überschritten worden. Anlässlich dieser alarmierenden Nachricht appelliert der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) an die Bottroper Stadtspitze, den Beschluss des Kahlschlages der Osterfelder Straße zu überdenken und rückgängig zu machen. Klaus Lange, Sprecher des BUND- Bottrop, dazu: „Stadtbäume haben wichtige Funktionen. Sie produzieren Sauerstoff, filtern Feinstäube und Schadstoffe aus der Luft, regulieren das Stadtklima durch ihre kühlende Verdunstungsleistung, schützen den Boden und sorgen für sauberes Wasser.“ Wenn in der Nachbarstrasse einer Messstation der Kahlschlag vorgenommen wird, ist zu erwarten, dass die Höchstwerte demnächst noch häufiger überschritten werden, so Lange weiter. An einem Sonnentag schleust ein hundert jähriger Laubbaum mit seinen 600.000 Blättern 36.000 Kubikmeter Luft durch seine Blätter, wobei ein Großteil der in der Stadtluft enthaltenen Keime und Schadstoffe ausgefiltert werden, binden CO2 und die Luft wird angefeuchtet. Der Baum – ein wahres Klima-Kraftwerk.
09:07
Seit ungefähr 1,5 Millionen Jahren, seit der Homo Erectus die Nutzung des Feuers erfand, haben Menschen Feinstaub erzeugt, indem sie Holz, später Kohle verbrannten, damit sie es warm hatten, um ihre Nahrung zu bereiten und weil es am Feuer so schön gemütlich ist. 1,5 Millionen Jahre lang war niemandem unserer Vorfahren bewusst, was er da für eine Sünde beging.
Die Menschheit hat sich auch ohne diese Feinstaubphobiker prächtig entwickelt.