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Wirtschaftspolitik

FDP hält ein Plädoyer für den Flugplatz

21.01.2016 | 18:31 Uhr
FDP hält ein Plädoyer für den Flugplatz
Trotz neuer Hallen gibt es eine Warteliste mit Flugzeugeignern, die ihr Gerät unterstellen möchten.

Bottrop.  Liberale unternehmen erneut den Vorstoß, die Beschränkung auf „flugaffine“ Betriebe bei der gewerblichen Ansieldung in Teilen der Schwarzen Heide abzuschaffen

Die FDP unternimmt den erneuten Vorstoß, einen Teil des Gewerbegebiets am Flugplatz Schwarze Heide von der Auflage zu befreien, dort ausschließlich „flugaffine“ Betriebe anzusiedeln. In der nächsten Ratssitzung wird die FDP beantragen, das Grundstück des Gewerbegebiets zu halbieren, den hinteren Teil umzubenennen, um so auch anderen Unternehmen, die mit der Fliegerei nichts zu tun haben, die Ansiedlung zu ermöglichen.

Das kündigt Ruth Becker an, viele Jahre FDP-Ratsfrau. Sie ist heute in der Bezirksvertretung Kirchhellen aktiv. Becker hält ein Plädoyer für den Flugplatz, der wegen stetig steigender Zuschüsse von Anfang an in der öffentlichen Kritik stand.

„Der Verkehrslandeplatz ist nach dem letzten Ausbau einer der größten Verkehrslandeplätze in Deutschland. Ausgestattet mit Feuerwehr, Informationsdienst, Handels-Serviceleistungen und Produktion. Dieser Platz gehört zum Verkehrskonzept Landes - er ist ein Standortfaktor“, sagt sie.

Die Liberale erinnert daran, dass es inzwischen acht Hallen gebe, eine neunte sei für 2017 geplant. „Und noch immer gibt es eine Warteliste.“ Es sei Platz zum Bau weiterer fünf Hallen auf dem Flugplatzgelände vorhanden – gerechnet ohne die möglichen Erweiterungsflächen im Gewerbegebiet .

Es sei 2014 gelungen, den Betriebskostenzuschuss von 280 000 Euro einzuhalten, 2015 sei er sogar unterschritten worden. „Die Gefahr der Unterfinanzierung für den Flugplatz besteht nicht mehr, solange der Betriebskostenzuschuss gesichert ist.“

Über 50 000 Bewegungen

Die Flugbewegungen bei Groß-Flugzeugen über zwei Tonnen habe sich auf 500 pro Jahr gesteigert. „Heute besteht die Möglichkeit, den Kunden Starts und Landungen mit Luftfahrzeugen bis zu sieben Tonnen anzubieten“, sagt Ruth Becker. Erstmals seien im vergangenen Jahr die Flugbewegungen insgesamt auf über 50 000 gestiegen. Weitere Einnahmen seien durch die Vermietung von Dachflächen für Solaranlagen mit einer Laufzeit von 20 Jahren erzielt worden.

Der Flugplatz besitze eine Zukunft, wenn der Standort seine Infrastruktur und das Gewerbegebiet ausgebaut, Flächen entwickelt und vermarktet und die Ansiedlung neuer Unternehmen gelingt. Ein Anflugverfahren für den Schlechtwetterbetrieb müsse eingerichtet und die Flugbewegungen in den nächsten Jahren gesteigert werden.

Becker: „Polizei und Bundesgrenzschutz nutzen unseren Flugplatz intensiv. Die Flugplatzgesellschaft baut die Zusammenarbeit mit der zuständigen Polizeifliegerstaffel weiter aus.“ Die Schwierigkeiten bei der Vermarktung des Gewerbegebiets Schwarze Heide gehen aus Sicht der Liberalen „auf eine fahrlässige Entscheidung des Rates zurück, nach der nur flugaffine Gewerbeansiedlungen zugelassen sind“. Diese Beschränkung müsse fallen.

Im Rat gehört die FDP der Ratsgruppe „Liberal - Sozial - Bürgernah” gemeinsam mit den Piraten an.

Kommentare
23.01.2016
23:35
FDP hält ein Plädoyer für den Flugplatz
von HeLinde | #4

Ich muß mich einfach zu diesem Beitrag noch einmal melden. Ich kann ja verstehen, dass man sich bei so viel Unsinn als Verfasser nicht zu erkennen...
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2016-01-21 18:31
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