Fälle für den Hausarzt

Am Dienstag, den 14.01.2014 in Bottrop. Dr. Matthias Frommer ( Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Knappschaftkrankenhaus in Bottrop ) wird zum ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Bottrop ernannt. Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Am Dienstag, den 14.01.2014 in Bottrop. Dr. Matthias Frommer ( Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Knappschaftkrankenhaus in Bottrop ) wird zum ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Bottrop ernannt. Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool

Fälle wie der von Kurt Guske kommen in ganz Deutschland immer wieder vor. Dr. Matthias Frommer, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, bezeichnet es dann auch als „riesengroßes Problem“, zu unterscheiden zwischen echten Notfällen, für die der Rettungsdienst zuständig ist, und solchen Fällen, bei denen es ausreicht, dass der Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung nach dem Patienten schaut. Vor allem für die betroffenen Patienten sei das schwierig.

Als Faustregel rät Frommer: „Alles, bei dem man in der Regel den Hausarzt aufsuchen würde, ist ein Fall für den ärztlichen Notdienst.“ Also Fälle wie Husten. Übelkeit, Erbrechen, Heiserkeit oder Schnupfen, zählt er einige Beispiele auf.

Starke Schmerzen, die plötzlich auftreten, Lähmungserscheinungen, Atemnot oder Bewusstseinsstörungen sind dagegen Beispiele für Symptome, die ein Fall für den Rettungsdienst, die 112, sind. Dem Disponenten dort sollten Patienten die Symptome schildern. Wobei Frommer weiß, dass das Schmerzempfinden eines jeden unterschiedlich ist.

Früher habe die Leitstelle der Feuerwehr auch Einsätze der Kassenärzte koordiniert, so Frommer. Da habe der Disponent den Überblick gehabt – auch über Wartezeiten und habe auch mit Blick darauf über den Rettungswagen-Einsatz entschieden.