Fachkräfte dringend gesucht

Schon heute fehlen dem ASB-Pflegedienst zwei Fachkräfte, sicherheitshalber will man sogar drei Leute einstellen. Inzwischen bildet man auch selber aus, drei Azubis wurde zu Beginn dieses Monats eingestellt, ein vierter wird wohl im Herbst folgen, erzählt Sandra Gieselmann. „Aber das deckt bei weitem nicht den Bedarf.“ Es gebe nur wenig Bewerbungen, klagt sie, viele examinierte Fachkräfte wollten auch lieber nicht in die ambulante Pflege. „Das für muss man gemacht sein.“ Eine Rolle spiele wohl auch die nicht gerade üppige Bezahlung in den Pflegeberufen und der schlechte Ruf.

Aber Pflege sei mehr, als die Kranken sauber zu machen: „Wir müssen auch zuhören und trösten können und immer Augen und Ohren offen halten.“ Zwar komme auch der ASB aus der Minutenpflege nicht heraus, nutze aber seine Spielräume, räumt Sandra Gieselmann mit dem Vorurteil auf, die Mitarbeiter stünden unter ständigem Zeitdruck.

Sie hat für sich den richtigen Beruf gewählt – wenn auch als Seiteneinsteigerin. Die sind auch heute noch gerne gesehen, ebenso wie Azubis direkt nach der Schule. Aber auch nach der Familienphase können ausgebildete Fachkräfte hier wieder einsteigen.