Experten blicken auf zehn Jahre Chirurgie

Rund 200 Gäste aus ganz Deutschland waren zu dem Bottroper Symposium des Knappschaftskrankenhauses gekommen.
Rund 200 Gäste aus ganz Deutschland waren zu dem Bottroper Symposium des Knappschaftskrankenhauses gekommen.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Knappschaftskrankenhaus veranstaltet ein Symposium mit Fachleuten aus den eigenen Reihen. Es lehnt sich an eine Schlüsselübergabe in der chirurgischen Klinik vor zehn Jahren an.

Bottrop..  „Zehn Jahre akademische Schlüsselübergabe“ hieß es gestern im Veranstaltungszentrum Lokschuppen. Mediziner, Wissenschaftler und zahlreiche Gäste fanden sich gestern zu diesem Symposium ein.

Der Anlass verdient eine Erklärung: Zehn Jahre ist es her, dass an gleicher Stelle ein Symposium unter dem Motto „Neue Wege in der Chirurgie – Akademische Schlüsselübergabe“ stattfand. Das medizinische Symposium begleitete damals einen Stabwechsel, denn am Knappschaftskrankenhaus hatte Dr. Klaus Peitgen die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie übernommen und diesem Zentrum für minimal-invasive Chirurgie in den Folgejahren eine Neuausrichtung gegeben.

Wissenschaftler und Vortragende aller Fachrichtungen aus ganz Deutschland referierten seinerzeit zum Thema „Neue Wege in der Chirurgie“. Zehn Jahre danach bot sich nun ein Anlass, das Symposium wieder aufleben zulassen und den heutigen Stand der Chirurgie dem damaligen gegenüber zu stellen.

„Damals haben wir Redner aus ganz Deutschland eingeladen, diesmal kommen die Vortragenden und ihre Themen aus dem eigenen Haus. Sie können einen aktuellen Überblick über Entwicklung und Status quo geben“, sagte Chefarzt Dr. Klaus Peitgen. So nahm die Jubiläumsveranstaltung die vergangenen zehn Jahre chirurgischer Innovationen ins Visier. Interessanter konnte eine medizinische Dekade nicht dargestellt werden, denn die Chirurgie in der Knappschaft hat sich eindrucksvoll weiterentwickelt.

Aktueller Stand

Die Referenten berichteten etwa über den aktuellen Stand der Hernienchirurgie, innovative Operationsmethoden wie zum Beispiel die Single-Port-Chirurgie oder über die Fortentwicklung der Schulterchirurgie. Es war eine Exkursion durch die Fachgebiete der modernen Chirurgie mit Blick auf den gegenwärtigen Stand.

Bei aller Begeisterung für beeindruckende Leistungen am Operationstisch - im Mittelpunkt muss der Patient stehen. An diesem Credo hält Chefarzt Peitgen fest: „Vor zehn Jahren habe ich gesagt: Chirurgie muss menschlich bleiben. Dazu stehe ich auch heute.“

Auch die Ausbildung und die aktuellen Anforderungen der Chirurgen waren ein Thema auf dem Symposium, das sich zudem mit den Zukunftsperspektiven dieses medizinischen Fachs auseinandersetzte.

Unterhaltung

Wie es zu einer Jubiläumsveranstaltung gehört, durfte die Unterhaltung nicht zu kurz kommen. Daher stand zum Abschluss ein lockeres Beisammensein mit einigen Überraschungseinlagen auf dem Programm.